Von Körperverletzung über Nötigung bis Diebstahl

Von: hp.
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Ein 27-Jähriger ist derzeit vor dem Dürener Schöffengericht angeklagt. Symbolfoto: imago

Düren. Körperverletzung, versuchter Diebstahl, Nötigung und Widerstand gegen Polizeibeamte: Das wirft die Staatsanwaltschaft einem 27-jährigen Iraker vor, der sich vor dem Dürener Schöffengericht verantworten muss. Er sitzt seit sieben Monaten in Haft.

Zu den Tatvorwürfen hat sich der Angeklagte zum Prozessauftakt noch nicht geäußert. Lediglich zur Person machte er beim Prozessauftakt Angaben. Danach stammt er aus dem Irak. 2007 sei er als Asylbewerber nach Deutschland gekommen, habe erst in Köln-Deutz gelebt und sei ein Jahr später in den Kreis Düren gekommen.

Nachdem ihn Richterin Verena Neft nach Drogen- und Alkoholkonsum befragt hatte, gab er zu, bis zum vergangenen Sommer Cannabis, Amphetamine und gelegentlich Kokain konsumiert zu haben.

Zu Beginn der Hauptverhandlung informierte die Richterin, dass zwei Zeugen fehlen. Einer sei verstorben, der andere „nicht vorführbar“, weil er offenbar nur an Zahltagen in der Kommune erscheine.

Dennoch schilderten fünf Zeugen, was sie bei zwei Straftaten Ende Juni 2015 mitbekommen haben. So berichtete ein 34-Jähriger, dass er am 28. Juni im Bereich Langemarckpark gehört habe, wie drei Männer in arabischer Sprache stritten. Einer habe geschrien, man habe ihm das Portemonnaie stehlen wollen.

Auf das Wortgefecht sei ein Handgemenge gefolgt, in dessen Verlauf einer der Beteiligten mit einem Messer am Bein verletzt worden sei. Beschuldigt ist der Angeklagte. Als der Zeuge jedoch vor Gericht aus mehreren Fotos die Beteiligten herausfinden sollte, konnte er sich nicht mehr genau erinnern, ob er den Mann auf der Anklagebank wirklich wiedererkennt.

Ein weiterer Vorwurf betrifft eine Tat in Norddüren. Dort sollen zwei Männer an einem Gastronomiebetrieb abends einen 38 Jahre alten Mann attackiert haben. Zunächst habe einer von ihnen versucht, ihm die Geldbörse zu stehlen, anschließend habe man ihm das Handy abgenommen, das der Überfallene später vom Wirt zurückerhalten habe.

Der 38-Jährige ist sich sicher, dass der Angeklagte ihn geschlagen und getreten hat. Dabei habe er neben Prellungen auch eine Verletzung des Trommelfells erlitten, die operiert werden müsse. Der Prozess wird am 15. Februar fortgesetzt.

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