Birkesdorf - Von Johannes Brahms bis zu Glenn Miller

Von Johannes Brahms bis zu Glenn Miller

Von: ch
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Mit blank poliertem Blech zum Publikumserfolg: Den Musikern des Blasorchesters Birkesdorf gewannen mit ihrem Konzert einmal mehr die Herzen der zahlreichen Zuhörer. Foto: Christoph Hahn

Birkesdorf. Zu einem Publikumserfolg nach Maß wurde das traditionelle Herbstkonzert des Blasorchesters Birkesdorf. Hunderte Musikfreunden strömten am Samstagabend in die Festhalle des Dürener Stadtteils, um sich an dem facettenreichen Repertoire des Jugendorchesters und des „großen“ Ensembles zu erfreuen.

Unter der Leitung von Biljana Weidlich und Jörg Engelmann gestalteten die Junioren den Auftakt. Bei so unterschiedlichen Titeln wie Carl Wittrocks „Antarctica“ und dem Coldplay-Hit „Viva La Vida“ ließen die Nachwuchskräfte es weder an spieltechnischer Versiertheit noch an musikalischem Feuer fehlen. Charmant blieben die Darbietungen allemal.

So wirkten an „Zwei kleine Wölfen“ auch die Kleinsten aus Katja Breuers Früherziehungsgruppe mit. Und die gemeinsame Moderation von Jung-Klarinettistin Lena Jahn mit der eigentlichen Wegbegleiterin durch den Abend, Sandra Engelmann, wirkte wie der Sahnetupfer auf leckerem Apfelkuchen.

Temperamentvoll

Gefallen haben den Zuhörern natürlich auch die Teenager und Erwachsenen, die von Thijs Zenden und Jörg Engelmann dirigiert wurden. Mit Brahms‘ „Ungarischem Tanz Nr. 5“ und der Ouvertüre zu Mozarts Oper „Figaros Hochzeit“ im Auftakt dezidiert klassisch (und das dabei ebenso kunstreich wie temperamentvoll), fand das Orchester mit Carl Wittrocks Suite „Crossroads“ zu seiner eigentlichen Qualität: einem strahlenden Sound mit viel blitzblank poliertem Blech, aufgefächert in viele verschiedene Klangfarben.

Thijs Zenden und die Seinen malen halt gerne, wie auch dem Medley aus Jim Steinmans Musical „Tanz der Vampire“ und Ferrar Ferran südlichem „Mar i Bel“ , das von einem ebenso virtuosen wie komödiantischen Auftritt von Solo-Trompeter und Jugendwart Giovanni Grasso aufgelockert wurde, deutlich anzumerken war.

Nach der Pause folgte ein Moment des Innehaltens, als der Orchestervorsitzende (und Tubaspieler) Burghard Mohren der Toten, darunter vor allem des vor zehn Jahren verstorbenen Ehrenvorsitzenden des Orchesters, Bernhard Schumacher, gedachte. Die anschließende Hymne „Friends For Life“ ließ schon wegen der gefühlsbetonten und aus eigenem Erleben schöpfenden Worte Mohrens kaum einen der vielen Fans im Saal unberührt.

Potpourris aus Leonards „West Side Story“ und Benatzkys Operette „Im Weißen Rössl“ sowie eine Zusammenstellung der schönsten Swing-Melodien von Glenn Miller sorgten für weitere Höhepunkte. Kein Wunder, dass die Zuhörer nach Ende des rund dreistündigen offiziellen Teils die Mitglieder beider Orchester mit Applaus feierten.

Eine Einladung an alle Kinder, die noch bei der musikalischen Früherziehungsgruppe des Blasorchesters Birkesdorf mitmachen wollen und können, formulierte beim Konzert in der Festhalle Gruppenleiterin Katja Breuer. Treffpunkt: Treffen ist jeden Freitag ab 15 Uhr im Birkesdorfer Pfarrsaal.

Nächster Höhepunkt: Das Adventskonzert „Swinging Bells“ des Jugendorchesters am Sonntag, 11. Dezember, (Einlass ab 14.30 Uhr, Beginn 15 Uhr) in der Birkesdorfer Pfarrkirche. Gäste sind die Gruppe „Bremsklötz“, der Shantychor Merken, „The Something Stupids“ und ein Udo-Jürgens-Double. Der Eintritt ist frei.

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