Von Harry Potter bis zur Olympia-Fanfare

Von: Christoph Hahn
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Flotte Show zum Auftakt: Das N
Flotte Show zum Auftakt: Das Nachwuchsorchester unter der Leitung von Biljana Weidlich begeisterte zu Beginn des Jahreskonzerts in der Festhalle Birkesdorf das Publikum mit Pepp und Charme. Foto: Hahn

Birkesdorf. Darauf fiebern sie stets viele Monate hin: Das Jahreskonzert ist das große Ereignis im Leben der Aktiven des Blasorchesters Birkesdorf. Jetzt war es mal soweit.

In der Festhalle bewiesen die Musikerinnen und Musiker vor rund 600 Zuhörern, darunter Dürens Bürgermeister Paul Larue und Ortspfarrer Norbert Glasmacher (ein ehemaliges Mitglied des Ensembles), wie engagiert und leistungsfähig sie an die Arbeit gehen.

Muntere Schar

Dass die Birkesdorfer sich in der Tat hören lassen können, dokumentierte bei diesem Jahreskonzert, dem 41., schon der Nachwuchs unter Leitung von Biljana Weidlich. Charmant und kenntnisreich von Conferencier Dr. Peter Schroth, einem Freund des Orchesters, moderiert, brachten die Dirigentin und ihre muntere Schar von Kindern sowie Jugendlichen das Publikum zu Beginn des rund dreistündigen Programms auf Touren.

Mit einer kleinen Show zu den Klängen des Latino-Hits „Veo Veo”, zu dem neben Sängerin Sarah Mohren drei Tänzerinnen auf und an der Bühne wirbelten, zeigten diese künstlerischen Nachwuchskräfte mit Pepp und Charme Entertainerqualitäten und führten zudem vor Augen, wie sehr das Blasorchester Birkesdorf ein Unternehmen mit Zukunft ist.

Nach dem Junioren-Block, der den Zuhörern weit mehr geboten hatte als ein bloßes Vorprogramm, zogen, von einer kunstreichen Lichtregie begleitet, die „Kollegen” des großen Orchesters mit ihrem Dirigenten Martin Schädlich in die Festhalle ein. Die ausgewählten Kompositionen aus Klassik, Musical, Pop und Rock boten den Ausführenden viel Gelegenheit, nicht nur ihr Geschick beim Spiel auf Saxophon, Horn, Blockflöte, Klarinette und anderen Instrumenten an den Tag zu legen, sondern auch große Geschicklichkeit in der Gestaltung eines sehr vielschichtigen Repertoires zu demonstrieren. An Herz und Gemüt appellierte zudem der einleitende Titel „Friends for life”, mit dem die Musiker ihres unlängst im Alter von 85 Jahren verstorbenen treuen Fans Willi Wings gedachten.

Kaum eine Facette neuerer Musik gab es, den die Stars des Abends nicht in ein munteres Stück zu verwandeln wussten, wie die Interpretationen sowohl der Olympia-Fanfare als auch der Filmmusik aus „Harry Potter und der Feuerkelch” aus der Feder des US-Amerikaners John Williams verriet. Gerade bei der Ausführung von eher traditionellen Werken wie dem Florentiner-Marsch von Julius Fucik und der Tritsch-Tratsch-Polka von Johann Strauss Sohn ließen der künstlerische Leiter und seine Mitstreiter durchblicken, dass ihnen auch dieser Teil der Musikliteratur etwas gilt.

Doch am subtilsten wirkte ihr Spiel, wenn sie an die Feinzeichnung von Klang gewordener Stimmungsmalerei gehen konnten. Ihre Umsetzung von Jacob de Haans Suite „Virginia” ließ da ebenso wenig Raum für Zweifel wie die Interpretation der anderen Stücke.
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