Von Gospel bis Revolverheld: Konzert in Merzenich

Von: heb
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Am Keyboard, als Sänger oder Dirigent: Stefan Wiesen unterstützt seine Chöre und Bands auf vielfältige Art und Weise. Foto: Hendrik Buch

Merzenich. Wie breit das musikalische Spektrum von Kirchenmusik sein kann, das bewiesen die Chöre und Bands von Stefan Wiesen beim Jubiläumskonzert des Kirchenmusikers in St. Marien in Merzenich:

Erst sangen „Inspiration“ unverwechselbare Gospelklänge, danach gab es eher traditionelle Kirchenmusik des Kirchenchors St. Laurentius und zuletzt ganz moderne Musik der Dürener Jugendgemeindeband „umhimmelswillen“ – die jungen Musiker werden ebenfalls von Stefan Wiesen betreut.

Ein abwechslungsreiches Programm, welches die Besucher in St. Marien über anderthalb Stunden unterhielt. „Neue Musik in die Kirchen zu bringen, ist eines der Ziele, das mir bei meiner Arbeit immer am wichtigsten war“, unterstreicht Wiesen mit Blick auf die vergangenen zehn Jahre. Mit den jungen Musikern von „umhimmelswillen“ testet er die Grenzen zwischen Popkultur und Glauben ständig aus, bringt Musik von Revolverheld oder Stücke wie „Little Talks“ von „Of Monsters and Men“ in die Kirchen.

Eine völlig andere Seite zeigte der Kirchenchor St. Laurentius: Klassische Kirchenmusik wie „Dank sei dir Herr“. „Bei allem Wandel macht auch diese Musik Kirche aus“, betont Wiesen. Doch auch mit dem Kirchenchor macht er immer wieder Ausflüge in die moderne Musik. „Es ist leichter die Älteren für neue Musik zu begeistern als andersherum“, lacht der Kirchenmusiker. Junge Menschen für klassische Kirchenmusik begeistern? „Fast unmöglich“, resümiert er.

Neben junger Bandmusik und traditionellem Kirchengesang rundeten die Gospels das Konzert ab: „Gospel ist einfach zeitlos und ein wunderbares Feld“, schwärmt der Musiker. Unterstrichen sieht er seine Arbeit auch durch die jüngeren Entwicklungen im Bistum: „Schauen Sie nur ins neue Gotteslob, neue Musik wird in der Kirche immer wichtiger.“ Ein Eindruck, den er auch in Merzenich vermittelte. Zum Abschluss stand er mit allen 50 Musikern auf der Bühne: Mit den Stücken „Ein Licht in dir geborgen“ sowie „Und ein neuer Morgen“ intonierten sie imposante Kirchenklänge.

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