Schmidt - Von den Eifelhöhen in die Welt des Filmgeschäfts

Von den Eifelhöhen in die Welt des Filmgeschäfts

Von: Hannes Schmitz
Letzte Aktualisierung:
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Er ist auf dem besten Wege ein erfolgreicher Produzent zu werden: Philipp Steffens aus Schmidt, der nun in Köln wohnt.

Schmidt. Von den Eifelhöhen in die Welt des Fernseh- und Filmgeschäfts: Philipp Steffens aus Schmidt hat vor einigen Jahren diesen Schritt gewagt - und feiert im Produzentengeschäft schon beträchtliche Erfolge.

Ab kommenden Montag, 20.15 Uhr, zeigt der Fernsehsender Sat1 die erste von 13 Folgen der Krimi-Reihe „Der letzte Bulle” mit Hennig Baum in der Hauptrolle, die auf einer Idee des Schmidters fußt. Er hatte vor einiger Zeit mit seiner Firma „Greenskyfilms” an einer Ausschreibung des Privatsenders teilgenommen, der Vorschläge für eine moderne, packende deutsche Krimiserie im traditionellen Stil suchte.

Als Newcomer hatten sie die richtigen Ideen. Sie erhielten den Zuschlag zur Produktion. In „Der letzte Bulle” erwacht Mick Brisgau (Henning Baum) nach 20 Jahren aus dem Koma und muss sich in einer Welt zurechtfinden, in der es neben tragbaren Telefonen scheinbar nur noch Dienst nach Vorschrift gibt.

Mit einem Praktikum begann es

Vom Erfolg der Ausstrahlung ist der Jung-Produzent überzeugt. „Wir haben eine ehrliche Serie und keinen Abklatsch einer anderen Produktion gedreht. Die in sich abgeschlossenen Folgen sind witzig und melancholisch zugleich. Zudem karikieren sie ein wenig den Technikwahn der heutigen Zeit.”

Schon früh stand für Steffens fest, dass er zum Film wollte. Nach der Grundschule in Schmidt besuchte er bis zum Abitur das Internat im Kloster Steinfeld. Seinen Zivildienst leistete er bei der Sozialen Pflegestation in Kreuzau ab. Einen Namen machte er sich in dieser Zeit auch in den Besucherkreisen der Endart, wo er von 1996 bis 2001 als Diskjockey fungierte. Er begann ein Praktikum bei der ehemaligen RTL-Größe Hans Meiser, war Laufbursche und Assistent. Später entschied er sich für ein Studium an der Filmakademie Baden-Württemberg und spezialisierte sich auf Serien- und Internationale Produktionen. Mit seinem Diplom-Film, in dem Heinrich Schafmeister die Hauptrolle spielte, hatte er gleich Erfolg. Der Kurzfilm um einen Polizisten, der als Stadtmensch in ein winziges Kaff versetzt wurde und sich mit dem dorfinternen Rechtsempfinden auseinandersetzen muss, lief auf Festivals und im WDR sowie beim Privatsender Vox.

Der Abschlussfilm war gleichzeitig die Eintrittskarte in die Produzentenwelt. Mit Gleichgesinnten gründete er die „Greenskyfilms” und sie wandeln seitdem auf der Erfolgsspur. Bis kurz vor Weihnachten drehte der WDR den Film „Schurkenstück” mit Katharina Schüttler und Oliver Korittke in den Hauptrollen, die erste Eigenproduktion.

Vertreten auf der Biennale

Vertreten war die Firma auch auf der Biennale in Berlin mit der deutsch-taiwanischen Koproduktion „Au revoir Taipei”, die letzte Woche in den Kinos der taiwanesischen Hauptstadt anlief. Als Co-Produzent arbeitete er beim Drama „Im Sog der Nacht” mit, einer nervenaufreibenden Geschichte über einen missglückten Bankraub. Auch bei Wim Wenders steht Philipp Steffens hoch im Kurs. Nach der Zusammenarbeit im Omnibusfilm „8” steht ein neues Projekt an. Im Herbst beginnt in Japan die Verfilmung der Romanvorlage „In the Miso Soup”. Ein Thriller mit William Defoe in der Hauptrolle. Steffens ist ein beschäftigter junger Mann, der sein Credo „Viele Wege führen zum Film” umgesetzt hat. Am Ende des Gesprächs mit der DZ führte ihn sein Weg ins Bürgerbüro, wo er einen Pass abholte. Los Angeles ist sein Reiseziel.
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