Düren - Von Bahnfahrern und Hochstaplern: Erna Rot zu Gast im Haus der Stadt

Von Bahnfahrern und Hochstaplern: Erna Rot zu Gast im Haus der Stadt

Von: Anke Holgersson
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Erna Rot und Band im Haus der Stadt, Foyer. Trompete: Simon Doetsch, Schlagzeug: Felix Günther, Kontrabass: Stefan Rey, Gitarre: Peter Kowal. Foto: Holgersson

Düren. Das Konzert von Erna Rot und ihrer Band im Haus der Stadt in Düren am Freitagabend begann mit dem verswingten Cover eines Bob Dylan-Songs. Eine Hommage an den frisch gebackenen Literaturnobelpreis-Träger.

Nur ein weiteres Lied stammte nicht aus der Feder der 31-jährigen Musikerin, sondern aus jener von „Element of Crime“-Sänger Sven Regener, der – ähnlich wie Dylan – eben auch literarische Qualität vorweisen kann. Alle anderen Stücke hat sie selbst komponiert, mit schlauen Texten versehen und mit ihrer Band gemeinsam arrangiert.

Sie tragen Elemente von Swingklassikern und Jazz-Standards, aber auch von Country- und Popsongs. Sie handeln von erfüllter und unerfüllter Liebe, von Stalking, Hochstaplern und Bahnfahren und sie haben eines gemeinsam: Die fünf Profi-Musiker füllen eben nicht nur das Spiel auf ihren Instrumenten mit Leben, sondern gleich den ganzen Raum. Die neue Thekenlandschaft mit ihren orangefarbenen Retrofronten und den digitalen Tafeln für Speise und Getränke half dabei. Erna Rot hat eine ganz eigene Assoziation zum Foyer-Ambiente: „Wir waren neulich im ZDF-Morgenmagazin-Studio zu Gast. Da sah es ganz genauso aus wie hier!“

Alle Musiker der Band spielten so leicht und selbstverständlich, dass die Zuschauer ihnen die Liebe zu ihren Instrumenten und ihrer Musik gerne mit viel (Zwischen-)Applaus belohnten.

Erna Rot hat ihre Band vor fünf Jahren beim Musik-Studium in Osnabrück kennengelernt. Mittlerweile sind große Teile der Kombo „Wahlkölner” geworden.

Düren kennt die Musikerin als Durchreise-Ort ihre Wandergruppe, mit der sie regelmäßig die Eifel erkundet.Das Konzert am Freitagabend wurde im Rahmen des Konzertforums „Cappella Villa Duria“ realisiert, unterstützt von den Stadtwerken Düren.

Die kreativen Köpfe hinter dem Programm, das an verschiedenen Orten der Stadt hauptsächlich klassische Werke präsentiert, sind Dr. Gisela Hagenau und Johannes Esser, der ehemalige Leiter der Musikschule Düren. Dass – zum Beispiel mit dem Konzert von Erna Rot – auch Swing und Pop in die Reihe gefunden haben, kommentierte Hagenau so: „Es gibt keine E- und U-Musik, sondern nur gute und schlechte. Und Erna Rot steht eben für gute Musik.”

Das Konzert mit Erna Rot ist ein Beweis dafür, mit wie viel Sorgfalt und Fachkenntnis die Konzerte dieser Reihe ausgewählt werden. Ein Grund mehr, guter Musik nicht nur in Köln, Düsseldorf und Aachen nachzuspüren, sondern auch in Düren.

Der nächste Konzert-Termin ist am 30. Oktober, wieder aus der Reihe „Cappella Villa Duria“ (ein Orgelkonzert in der Kirche St. Joachim in Düren), und zeigt, wie vielseitig das Programm ist. Tickets für die Veranstaltung sind zum Beispiel im iPunkt erhältlich.

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