Vom stillen Gebet bis zum Breakdance

Von: Stephan Johnen
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Musik, Tanz, Meditation und stille Anbetung: Während der „Nacht der offenen Kirchen” laden die Organisatoren in neun Gotteshäusern zu einer Entdeckungsreise ein. Kirche soll am Freitag, 3. September, anders erlebbar sein. Foto: Johnen

Düren. Verstaubt, veraltet - und von Greisen regiert: Wenn es um Kirche im Allgemeinen und die Katholische im Besonderen geht, sind Vorurteile schnell bei der Hand. Die „Nacht der offenen Kirchen” will zeigen, dass es vor Ort in den Gemeinden ganz anders sein kann, und es im vermeintlich Bekannten durchaus Neues zu entdecken gibt.

In neun Gotteshäusern laden die Organisatoren am Freitag, 3. September, von 20 Uhr bis Mitternacht dazu ein, abseits der Gottesdienste den Blickwinkel auf Kirche zu verändern. Zum siebten Mal organisiert ein ökumenischer Initiativkreis die Nacht; das Programm ist erneut facettenreich, farbenfroh, voller Überraschungen.

Unbefangene Begegnung

Der Abend soll eine ganz neue, unbefangene Begegnung mit Kirche ermöglichen. „Wir haben die Hoffnung, mit einem solchen Angebot die Menschen anzusprechen, die sonst nicht die Gottesdienste besuchen”, sagte Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz bei der Vorstellung des Programms. Bei vielen Menschen gebe es durchaus religiöse Bedürfnisse.

„Aber nicht nach den Formen, wie Kirche sie traditionell bietet”, hat von Danwitz beobachtet. Die Nacht der offenen Kirchen soll neugierig machen, Menschen ansprechen, sie berühren. Die Nacht soll ein Erlebnis für alle Sinne sein. Ein zentrales Motto für das Programm gibt es nicht - in den teilnehmenden Kirchen werde das thematisiert, was dort gerade aktuell ist, sagte von Danwitz.

In der Kappelle der St.-Angela-Schule steht so der Geburtstag des Ordens im Mittelpunkt. Auf den Spuren von Angela Merici geht es 475 Jahre zurück in die Geschichte. Die zentrale Frage dabei lautet: Sind die Ideen der Ordensgründerin heute noch relevant? Das „Leben zwischen Angst und Hoffnung” wird mit ausgewählten Texten und Orgelmusik in der Annakirche beleuchtet.

Programm der Marienkirche ist: die Marienkirche. Die Jugendgemeinde der Pfarre St. Lukas gestaltet die umgebaute Marienkirche und wird Möglichkeiten präsentieren, wie das Gotteshaus nach den umfänglichen Bauarbeiten künftig genutzt werden kann. Kirche - und auch den Kirchenraum - anders zu erleben: Dieser Gedanke zählt wohl in allen teilnehmenden Kirchen, architektonisch und spirituell zugleich, wie in Marien und der Alten Kirche in Niederau.

„Anders” ist auch der Abend in der Christuskirche: So gibt es beispielsweise ab 20 Uhr Rap-Musik, Hip Hop und Breakdance. In der Kirche der LVR-Klinik läuft von 21 bis 23 Uhr der Film „Verrückt nach Paris” über eine lang erträumte Reise einer Gruppe von Heimbewohnern. Am 3. September gilt es, auf Entdeckungsreise zu gehen.
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