Vom Rekordsommer 2003 ist der Badesee weit entfernt

Von: Jörg Abels
Letzte Aktualisierung:
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Seit Saisonstart am 24. April suchten knapp 80.000 Besucher Spaß und Erholung am Dürener Badesee.

Düren. „Zurzeit ist der Badesee wegen der schlechten Witterungsbedingungen geschlossen.” Nicht zum ersten Mal in diesem wechselhaften Sommer musste Klaus Schüller am Dienstag den Anrufbeantworter aktivieren.

Bei einer Wassertemperatur von 19 Grad hätte vielleicht noch der eine oder andere Schwimmer den Sprung ins kühle Nass gewagt, doch die Vorhersage eines bewölkten Tages mit Lufttemperaturen von vielleicht noch 20 Grad ließen dem Badeseeleiter keine andere Wahl. Denn für ein paar Unentwegte lohnt der personelle Aufwand nicht.

Vom Rekordsommer des Jahres 2003 mit rund 120.000 Besuchern kann der Badeseechef in seiner 26. Saison nur träumen. Rund 80.000 Gäste passierten bislang seit der vorgezogenen Öffnung am 24. April die Kasse, gut zehntausend mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. „Viel mehr aber werden es auch nicht mehr werden”, ist Schüller mit Blick auf das nahende Ende der Badesaison am 15. September realistisch.

„Am Ende des Sommers waren die meisten bereits im Urlaub und haben genug Sonne getankt. Da lockt der Badesee weitaus weniger, als mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühjahr.” Deshalb ist eine Verlängerung der Saison für Schüller auch kein Thema: „Es lohnt sich einfach nicht. Selbst bei Temperaturen um 30 Grad kommen im September kaum mehr als hundert Besucher”, weiß der Badeseeleiter aus langjähriger Erfahrung. Allenfalls ein heißes Wochenende könnte in den nächsten Wochen noch einmal für einen Andrang sorgen, so wie am vergangenen Samstag, als sich noch einmal rund 2500 Gäste an „Dürens Adria” tummelten.

Richtig voll war es am Dürener Badesee in diesem Sommer vor allem in der Hitzeperiode im Juli. „Bei Temperaturen von rund 35 Grad kamen am 11. Juli nach langer Zeit sogar mal wieder mehr als 10.000 Besucher”, erinnert sich Schüller. Doch die Hoffnung auf einen neuen Rekordsommer währte nicht lange. „2003 war die Hitzeperiode sechs Wochen lang, diesmal dauerte sie nur vier Wochen”, begründet er die geringeren Besucherzahlen, die am Saisonende jedoch immer noch für eine „schwarze Null” im Badeseebetrieb sorgen werden. Schüller spricht deshalb von einem zufriedenstellenden Jahr, macht gleichzeitig aber keinen Hehl daraus, dass er und sein Team so langsam das Ende der Saison herbeisehnen.

Bis dahin muss er jeden Morgen aufs Neue die Wettervorhersagen studieren und abwägen, ob sich das Öffnen noch einmal lohnt oder nicht. Keine leichte Aufgabe in diesen Tagen. Denn der morgendliche Blick gen Himmel kann - wie auch am Dienstag - trügerisch sein. Eine einmal getroffene Entscheidung aber wird nicht mehr revidiert. Schwimmbegeisterte, die nicht vor geschlossenen Türen stehen wollen, sollten deshalb zum Telefonhörer greifen. Unter 02421/63911 können sie bis zum 15.9. täglich erfahren, ob der See geöffnet ist oder nicht.
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