Niederzier - Vom kleinen Kunsthandwerkerinnenmarkt zum großen Erfolg

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Vom kleinen Kunsthandwerkerinnenmarkt zum großen Erfolg

Von: Julian Loevenich
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Steffi Leinesser und Eva Schüller organisieren den Markt. Lehrer Frank Schmitz mit den Schülern des Technikkurses profitiert davon. Foto: jul

Niederzier. Zwei Jahre ist es nun her, da versuchten sich Steffi Leinesser und Eva Schüller, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Niederzier, in Niederziers Neuer Mitte an einem Kunsthandwerkerinnenmarkt – geschaffen aus dem Nichts sozusagen. Damals sammelten sich 30 Stände auf dem Hartmut-Nimerrichter-Platz - ein großer Erfolg.

Am Samstag war wieder Kunsthandwerkerinnenmarkt. Dieses Mal allerdings doppelt so groß, auf zwei Straßenseiten verteilt.

„Wir haben Jahr 68 Marktstände“, sagte Schüller. Ein kometenhafter Aufstieg sei das und dabei musste noch etlichen Beschickern abgesagt werden, aus Platzmangel. Woher dieser Erfolg kommt? Zwei Antworten: „Es ist, glaube ich, einfach die Vielfalt und dass man sich traut, etwas Besonderes anzubieten“, nannte Schüller einen Punkt. Fast ausschließlich Frauen offerieren dort ihre Ware. Von filigranen Perlenkettchen über Filzgarderobe und Seifenvariationen bis hin zu gröberen Holzarbeiten fächert sich das Angebot. Einbezogen sind auch die gemeindlichen Institutionen, zum Beispiel der Technikkurs der Gesamtschule Niederzier/Merzenich mit seinen Vogelhäuschen.

„Wir haben schon wegen der hohen Nachfrage Bestellungen aufgenommen“, so Frank Schmitz, Lehrer des Kurses. Die andere Antwort liegt im Engagement der beiden Frauen. „Es steht und fällt mit der persönlichen Pflege des Marktes“, glaubt Schüller. Seit 5.30 Uhr war sie mit Steffi Leinesser unterwegs, sie hatten im Vorhinein „Klinken geputzt“ und Anregungen aus den letzten beiden Jahren mitgenommen, den Markt eben gepflegt. Das habe sich herumgesprochen.

Ruth Fischer und Saskia Wirtz waren zum ersten Mal dabei. Erstere verkaufte Schals, letztere liebevoll gehäkelte Tiere mit großen Augen und in bunten Farben. Doch beide waren sich darin einig: Die Organisation sowie die Betreuung seien perfekt – und die Kunden kamen auch. „Ich hatte schon Angst, weil ich hier am Ende der Straße stehe, dass niemand kommen würde. Aber ich kann mich überhaupt nicht beklagen. Das hier wird nicht mein letzter Markt sein“, erzählte Wirtz.

Und auch für Leinesser und Schüller dürfte dieses Jahr nur einmal mehr eine Bestätigung gewesen sein. Für die Zukunft planen die beiden, vielleicht auch einmal einen Handwerkermarkt zu veranstalten, „weil uns schon so viele Männer angesprochen haben, die auch gerne hier verkaufen würden.“

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