Vom jungen Mann zum Herrscher: Karl der Große

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Josef Stiel (Mitte) verfasste Roman.

Nideggen. „In England guckt König Artus hinter jedem Stein hervor – dabei hat es den vermutlich nie gegeben. Wir haben Karl den Großen, der in der Region gelebt hat und über den wir viel historisch Verbürgtes wissen“, sagt Josef Stiel.

Der pensionierte Studiendirektor, der in Arnoldsweiler aufwuchs und nun in Eschweiler lebt, hat einen 400-seitigen Roman „Der Harfenspieler“ über den Frankenkönig geschrieben.

Neben Karl stehen zwei weitere Figuren im Mittelpunkt: Sänger Arnold und Desiderata. Auf Einladung von Landrat Wolfgang Spelthahn las Stiel jetzt im Burgenmuseum Nideggen aus seinem Erstlingswerk. „Was im Geschichtsbuch abstrakt bleibt, wird im Roman lebendig, weil die Fakten geschickt eingebettet werden“, würdigte Spelthahn die Arbeit Acht Jahre recherchierte und schrieb Stiel, bis die halb wahre, halb erfundene Geschichte gedruckt werden konnte.

Mit ihr hat er seinem Heimatort Reverenz erwiesen. Harfenspieler Arnold, persönlicher Berater Karls, ist der Heilige Arnoldus, Namenspatron von Arnoldsweiler.

Eingestimmt von mittelalterlicher Musik des Mhylsteyn-Duos wurden die 50 Zuhörer ins achte Jahrhundert entführt. Die im kalten Germanien ständig fröstelnde Desiderata taucht in der ersten Szene auf. Später Karl, der ihre Vorzüge als Gefährtin reflektiert. Nach nur einem Ehejahr schickt Karl sein Weib aus politischen Gründen zum Vater zurück. Ein Fehler, weil er sie schmerzlich vermisst.

Karl sendet Arnold aus, sie zu suchen. Letztlich schildert der Autor, wie ein junger Mann zum großen Herrscher reift. Dabei übersieht er den kleinen Mann nicht. „Er beschreibt den mittelalterlichen Alltag erstklassig“, wusste der Historiker Dr. Willi Arnolds als Zuhörer zu berichten. Das Buch kostet 19,90 Euro und ist im Shaker Media Verlag erschienen.

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