„Vom Hotel-Projekt sollte Abstand genommen werden”

Von: Fred Schröder
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Düren. Nach dem Mehrheitsbeschluss des Stadtrates zur Rückübertragung des Stadthallen-Grundstücks an der Bismarckstraße mehren sich die Stimmen, die einen auf diesem Grundstück vorgesehenen Neubau eines Vier-Sterne-Hotels skeptisch sehen.

Grünen-Stadtratsmitglied Verena Schloemer und der Vorsitzende der CDU-Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung, Rolf Delhougne, sind überzeugt: Von einem Hotel-Projekt sollte Abstand genommen werden.

„Es ist falsch, wenn die CDU stoisch an einem Hotel-Neubau auf dem Stadthallen-Grundstück festhält”. Verena Schloemer, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat, ist sich sicher: „Für ein zusätzliches Hotel in Düren gibt es keinen Bedarf”. Bereits jetzt, so argumentiert sie, seien selbst zu Messe-Zeiten die Hotels im Umkreis der Domstadt nicht ausgebucht.

Im Gespräch mit unserer Zeitung positionierte sich Verena Schloemer: „Es ist eine Irrfahrt, wenn man glaubt, an etwas festhalten zu müssen, was nicht realisierbar ist”, betont sie und glaubt, „dass es keinen Betreiber für das Hotel gibt”. Für Schloemer ist klar, dass die Stadt das Grundstück „in eigenen Händen halten muss”. Nur so sei ein städtebaulicher Akzent möglich. Der sei jedoch gefährdet, „wenn das Grundstück an jemanden geht, der es zu Höchstpreisen vermarktet”.

Auch wirtschaftliche Gründe

Zu Wort gemeldet hat sich auch Rolf Delhougne. Der Vorsitzende der CDU-Wirtschafts- und Mittelstandsvereinigung sieht sich in seiner Auffassung bestätigt. „Ich bleibe dabei, nicht an einem Hotel festzuhalten”. Delhougne nennt gleich mehrere Gründe, die seiner Meinung nach dazu führen sollten, die Hotelpläne zu den Akten zu legen. Auch er ist der Meinung, dass kein Bedarf besteht und dass sich auch kein Betreiber finden lässt. Der CDU-Politiker führt ebenfalls wirtschaftliche Gründe ins Feld.

„Ende März nächsten Jahres müssen fast 1,5 Millionen Euro, von wem auch immer, in die Hand genommen werden, um das Grundstück grundbuchfrei zu machen. Dazu kommen die Abrisskosten. Bei diesen Vorlaufkosten rechnet sich ein Hotel einfach nicht mehr, weil das Grundstück zu teuer werde. „So gesehen kann nicht die Rede davon sein, dass die Stadt wieder Herr im eigenen Hause ist”.
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