Vom Beinahe-Lehrer zum Ehrenbürger der Gemeinde

Von: kel
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Josef Kranz (2. v. l.) erhielt die Ehrenbürgerschaft von Vettweiß, Bürgermeister Joachim Kunth (3. v. r.) überreichte ihm die Urkunde im Beisein der Fraktionsvorsitzenden. Foto: Axel Keldenich

Vettweiß. Die ersten Gäste mussten vor den geschlossenen Türen im Foyer der Bürgerbegegnungsstätte erst noch ein wenig warten. Drinnen tagte der Rat in nicht-öffenlicher Sitzung und traf den Beschluss, den Bürgermeister Joachim Kurth einige Minuten später den zahlreichen Gästen verkündete: „Der Rat hat meinen Vorgänger Josef Kranz einstimmig zum Ehrenbürger der Gemeinde Vettweiß ernannt.“

 Damit gehört der langjährige Verwaltungschef nun zu der kleinen Schar von nur drei lebenden Trägern dieser Würde.

„Wenn ich die Gemeindeordnung richtig im Kopf habe, muss ich aber weiter alle kommunalen Steuern zahlen und werde nicht in einem tollen Auto durch die Gemeinde gefahren“, kommentierte der Geehrte schmunzelnd seinen neuen Status. „Es geht tatsächlich nur um die große Ehre“, hängte er dann ernsthaft an.

Joachim Kurth blickte in seiner Laudatio noch einmal auf wichtige Stationen in Kranz‘ Laufbahn zurück. Seit 1974 stieg der Parteilose in der Gemeinde vom einfachen Angestellten über Positionen als Inspektor, Leiter der Bauabteilung, Vertreter des Gemeindedirektors und Gemeindedirektor bis zum hauptamtlichen Bürgermeister auf. Die jeweils 87 Prozent der Wählerstimmen bei seinen beiden Wiederwahlen belegten sowohl seine Popularität wie das Vertrauen in seine Leistungen.

Kranz selbst machte seinen sehr persönlich gehaltenen Rückblick auf seine 41 Jahre im Dienste der Gemeinde an zahlreichen Weggefährten fest. So sprach er fast jeden Gast persönlich an und erinnerte so auch an die Unterstützung, die er in seiner Amtszeit erhalten habe. Außerdem erinnerte er daran, wie er nach einem zunächst begonnen Lehramtsstudium den Weg in die Verwaltung gefunden hat. Sein Bewerbungsschreiben begann er so: „Nachdem ich zu der Erkenntnis gekommen bin, dass der Lehrerberuf für mich nicht geeignet ist. . .“

Natürlich gab es für Kranz auch eine Urkunde, nicht aber den sonst als Gabe üblichen Wappenteller. Den hatte er bereits zum 40-jährigen Dienstjubiläum erhalten. So nahm er stattdessen ein Tiffanybild der Gemeinde in Empfang.

An die in den vergangenen Jahren übliche Eintracht im Gemeinderat unter Kranz‘ Leitung knüpften auch die Vertreter der Fraktionen noch einmal an: Die Glückwünsche und Präsente von Monika Lövenich (Grünen), Volker Franzen (CDU), Jürgen Ruskowski (SPD) und Henning Demke (BI) kamen von Herzen.

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