Düren - Vom Ballkind zur Mannschaftsbetreuerin der Powervolleys

Vom Ballkind zur Mannschaftsbetreuerin der Powervolleys

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
Annika Bläser
Annika Bläser ist die neue Teammanagerin der Powervolleys. Foto: Kinkel
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Während der Auszeiten scharte Dürens neuer Trainer Tommi Tiilikainen seine Powervolleys um sich, genützt hat es aber nichts: Der Gastgeber unterlag zum Auftakt der Saison den United Volleys 0:3. Foto: Guido Jansen

Düren. Samstagabend, kurz vor halb acht. Die Mannschaft ist schon auf dem Spielfeld. In wenigen Sekunden beginnt das erste Spiel in der neuen Bundesligasaison der SWD Powervolleys gegen die United Volleys Rhein Main.

Trainer Tommi Tiilikainen (29) steht am Spielfeldrand und reißt seine Arme in die Luft. „Let‘s go“ brüllt er seinem Team zu – und Vorfreude, Anspannung und Aufregung sind in diesem kurzen Augenblick gleichermaßen spürbar.

Eine Person, die beim Saisonauftakt am Samstag – am Ende verliert Düren vor rund 1700 Zuschauern das Spiel mit 19:25, 21:25, 21:25 – mindestens genauso aufgeregt war wie der Trainer, ist Annika Bläser. Die 24-jährige, die gerade ihren Bachelor in Englisch und Geschichte gemacht hat, ist die neue Teammanagerin der Powervolleys .

Sie hat die Nachfolge von Karolina Bednarova angetreten, die sich entschlossen hat, selbst wieder erste Bundesliga zu spielen. „Ein Leben ohne Volleyball ist für mich undenkbar“, erzählt Annika Bläser. „Ich war früher Ballkind bei der Mannschaft und spiele natürlich auch selbst.“ Außerdem ist die junge Frau seit Jahren als Anschreiberin für die Powervolleys aktiv. Sie füllt den Spielberichtsbogen aus, notiert Mannschaftsaufstellungen, Punkte, Spielerwechsel, trägt gelbe und rote Karten ein und verfolgt die Rotationen.

Zweimal war Bläser sogar schon beim Finale um den Deutschen Volleyballpokal im Einsatz. In der vergangenen Saison war sie zudem für die Organisation der CEV-Spiele in der Arena Kreis Düren verantwortlich. Da war der Schritt zur Teammanagerin irgendwie nur eine logische Konsequenz. „Dass ich es letztlich geworden bin, hat sich eher zufällig ergeben“, erzählt sie. „Aber im Augenblick ist das absolut mein Traumjob. Auch wenn das im Augenblick natürlich alles absolut aufregend ist.“

Annika Bläser ist in erster Linie für die Betreuung der Mannschaft zuständig. „Mein Tag beginnt um 8.30 Uhr in der Geschäftsstelle der Powervolleys. Hier erledige ich Bürokram und kümmere mich um die Organisation der Heimspiele.“ Außerdem begleitet sie Spieler bei Behördengängen, zum Beispiel, wenn es darum geht, ein Bankkonto zu eröffnen oder den neuen Wohnsitz anzumelden. Nachmittags ist Annika Bläser dann beim Training dabei. „Ich unterstütze manchmal den Trainer. Und selbstverständlich bin ich immer für die Spieler ansprechbar.“

Beim Spiel am Samstag war Annika Bläser gleich dreifach aufgeregt. „Für mich war das ein absolutes Wechselbad der Gefühle“, sagt sie. „Ich wusste nicht, wie der neue Boden und die neue LED-Bande funktionieren. Außerdem ist das erste Spiel der neuen Saison immer etwas ganz Besonderes, vor allem, wenn es dann noch einen neuen Trainer und ein neues Team gibt. Dann war es mein erstes Spiel als Teammanagerin, und ich musste auch noch meine Nachfolgerin am Anschreibetisch anlernen. Das waren wirklich jede Menge Emotionen. Ich denke, dass ich am Mittwoch beim Pokalspiel gegen Rottenburg viel ruhiger sein werde.“

Vielleicht aber auch nicht. Emotionen ist Annika Bläser jedenfalls gewohnt, seit sie als Teammanagerin arbeitet. „Ich bin natürlich in dieser Saison viel näher dran als zum Beispiel im vergangenen Jahr. Und es ist wirklich unglaublich, mit welcher Leidenschaft Trainer und Mannschaft arbeiten. Die geben wirklich alles.“

Das war am Samstag mehr als spürbar. Das Team von Tommi Tiilikainen hat zu keinem Zeitpunkt des Spiels aufgegeben, um jeden Punkt erbittert gekämpft. „Man hat einfach gemerkt“, sagt Annika Bläser, „dass die Mannschaft noch nicht lange zusammenspielt, und einige Spieler noch nicht lange in Düren sind. An der Feinabstimmung muss noch gearbeitet werden.“ Die junge Teammanagerin hat keinen Zweifel daran, dass das bis Mittwoch noch passieren wird. „Da ist jede Menge drin“, sagt sie. „Und die Mannschaft arbeitet so intensiv, dass ich mir gut vorstellen kann, dass wir am Mittwoch gegen Rottenburg gewinnen.“

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