Düren - Volleyball-Bundesligist Evivo Düren chancenlos

Volleyball-Bundesligist Evivo Düren chancenlos

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:

Düren. „Steht auf, wenn Ihr Dürener seid”, sangen die „Moskitos”. Doch der Appell der organisierten Fans des Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren verhallte ungehört in der Arena Kreis Düren.

Sie hatten es gut gemeint, die „Moskitos”. Ihr Wunsch: Aufstehen, um in der Stunde der bitteren Niederlage den Spielern zu zeigen: Wir Fans stehen hinter Euch. Doch die übrigen rund 1800 Anhänger des Tabellenneunten waren bei 0:2-Satzstand und 14:21 im dritten Anschnitt einfach nur frustriert. Die meisten blieben sitzen, einige gingen vorzeitig.

„Schade, es waren so viele Zuschauer da. Wir hätten unbedingt versuchen müssen, die Leistung aus dem ersten Satz mit unserer kämpferischen Leidenschaft auch in den beiden anderen Abschnitten abzurufen”, ärgerte sich Mannschaftskapitän Jaromir Zachrich. Und sein Trainer Söhnke Hinz pflichtete ihm bei: „Wenn wir kämpfen und wie im dritten Satz nach einem Drei-Punkte-Rückstand zum 10:10 ausgleichen, dann unterstützt uns unser Publikum doch sofort wieder.”

Aber an diesem Sonntag zogen die Spieler von Trainer Stelian Moculescu in eben diesem Satz nach der Auszeit und ein paar energischen Worten des Rumänen sofort die Zügel wieder straffer an. Nachdem ein Aufschlag Dürens ins Aus geflogen war, packte der VfB-Block zu: Der Drei-Punkte-Vorsprung war wieder hergestellt.

Kurz keimte noch mal Hoffnung auf, als Georg Klein und Christian Fromm auf 12:13 verkürzten. Doch als Idi mit einem Ass auf 15:12 erhöhte, war der Widerstand gebrochen, weil der Gast wieder mit seinen dominierenden Volleyball-Elementen Aufschlag und Block - 15:3 für den VfB lautete die Überlegenheit am Netz - triumphierte. So war es auch kein Wunder, dass der VfB mit einem Flatteraufschlag die Partie beendete. „Die haben mit ihren Aufschlägen alles getroffen, und dann hat auch ihr Block sehr gut gearbeitet”, beschrieb Zachrich den aussichtslosen Kampf gegen den Rekordmeister.

Erschwerend kam hinzu: Wegen der vier verletzten Spieler standen Söhnke Hinz keine Alternativen zur Verfügung. Hauke Wagner, der Diagonalangreifer, hatte in der Woche verschärft Annahme trainiert, um im Fall des Falles einspringen zu können. Co-Trainer Björn-Arne Alber war in das Leibchen von Tim Elsner geschlüpft, um aushelfen zu können, hätte sich Tomas Kocian verletzt.

Nun stehen mit Blick auf die Play-off-Runde die sechs Spiele der Spiele an.

Morgen dürfte Neuzugang Tibor Filo in der Partie bei den Netzhoppers aus Königs Wusterhausen spielberechtigt sein. „Die Jungs sind jetzt gefragt”, sagte Teammanager Michael Overhage. Der Verein tue alles für sie: „Vielleicht zu viel?”, fragte er sich selbst. Trainer Söhnke Hinz zeigte sich zuversichtlich, dass sein Team trotz aller Probleme auch in Wusterhausen und am Samstag gegen den Moerser SC gewinnen kann.
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