Vollendeter Tanz, traumhafte Musik: Russisches Ballett begeistert

Von: Anne Winkel
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Im Licht des Mondes tanzten der verliebte Prinz und seine verzauberte Odette bei der Aufführung des Balletts „Der Schwanensee“, mit der das Staatliche Russische Ballett Moskau die Besucher im Haus der Stadt verzauberte. Foto: Anne Winkel

Düren. Ein romantisches Märchen, vollendeter Tanz und traumhafte Musik: Dem konnten sich die Gäste des russischen Balletts sicher sein, als im gut gefüllten Saal des Hauses der Stadt die Aufführung begann.

Vor 25 Jahren präsentierte das Staatliche Russische Ballett Moskau zum ersten Mal seine Inszenierung zur Musik von Peter Tschaikowskis „Schwanensee“ im Kremlpalast. Der „Schwanensee“ ist weltbekannt und verkörpert alles, das klassisches russisches Ballett ausmacht: Anmut, Leichtigkeit und tänzerische Perfektion.

Die unvergleichliche Musik von Tschaikowski vereinigt sich mit dem gefühlsstarken Tanz zu einer eigenen Sprache, die jeder versteht. Das Zusammenspiel von vielen verschiedenen Emotionen fesselt seit Generationen die Besucher immer wieder aufs Neue.

Es ist das Märchen eines Prinzen, der heiraten soll und einer Reihe junger Damen vorgestellt wird. Stattdessen verliebt er sich jedoch in die wunderschöne Odette, die in einen weißen Schwan verwandelt wurde. Diese Liebe wird auf eine harte Probe gestellt, denn die zauberhafte Fremde, die für eine Heirat mit dem Prinzen gewiss nicht vorgesehen war, ist mit einem Zauber belegt und kann nur nachts für wenige Stunden menschliche Gestalt annehmen. Der Prinz bricht ungewollt sein Treueversprechen und kämpft um seine Odette.

Die Choreographie von Marius Petipa, ein fantasievolles Bühnenbild mit Licht- und Nebeleffekten und Kostüme mit Glitzer und Tüll machten die Aufführung im Haus der Stadt zu etwas ganz Besonderem.

Ob der Kasper mit seiner Mütze oder die Inszenierung zweier Rollen mit unterschiedlichen Charakteren, der verzauberten Odette und des Gegners, des schwarzen Schwans, in einer Person: Das Publikum, alle Altersgruppen waren vertreten, war begeistert und applaudierte. Verrenkungen bis hoch über den Kopf faszinierten die Gäste und eine junge Frau fragte verblüfft: „Tut das nicht weh?“

Immer wieder tanzten die Künstler in verschiedenen Formationen. Mal hielten sie Synchronität in größeren Gruppen von bis zu 27 Tänzern, mal überzeugten der Prinz und seine Geliebte zu zweit auf der Bühne. Der Platz wurde genutzt und der Schwan gab am Boden, bei spektakulären Hebefiguren in der Luft und auch in den Armen des Tanzpartners, eine gute Figur ab.

Fasziniert von der Körperbeherrschung der Tänzer und davon, wie leichtfüßig sie über die Bühne des Theaters sprangen, glänzten auch die Augen der jüngeren Besucher und ein kleines Mädchen äußerte nach Ende des Stücks den Wunsch, so sein zu wollen wie die ganzen schönen Tänzerinnen: „Später werde ich auch mal so eine tolle Ballerina!“

Es wurde Allerlei geboten und um den Inhalt des Stückes bestmöglich rüberzubringen, wurde immer wieder der Vorhang geschlossen und in den Zwischenpausen die Kulisse angepasst. In dieser kurzen Zeit murmelte das Publikum, das gebannt dem Geschehen folgte und voller Erwartung der nächsten Szene entgegen fieberte.

Das Böse zwingt in der Ballettaufführung das Gute oftmals zu Fall, doch am Ende siegte nach einem langen Kampf das Gute und die beiden Liebenden konnten zusammen sein. Mit einem Knicks verabschiedeten sich die Tänzer. Das Publikum jubelte ihnen lautstark zu.

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