Voll besetzer Saal beim Frühjahrskonzert der Orchestergemeinschaft

Von: ale
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Eine gute Musikauswahl hatten die Verantwortlichen getroffen für das Frühjahrskonzert, das unter Leitung von Hans-Josef Lövenich stand. Foto: ale

Düren. „Heiteres für Jung und Alt“ hatte die Dürener Orchestergemeinschaft ihr Frühjahrskonzert überschrieben. Im Haus der Evangelischen Gemeinde waren die Plätze restlos besetzt, als Hans-Josef Lövenich den Dirigentenstab zum Auftakt erhob.

Das Orchester begann mit „L’Arlesienne“ von Georges Bizet. Der stürmischen Farandole folgte der tänzerisch schreitende Carillon mit einem bemerkenswert gefühlvollen Spiel der Flöten und Oboen. In „Trepak“ aus Tschaikowskis Ballett „Der Nussknacker“ wurde kurz, aber heftig und temperamentvoll getanzt und gesprungen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ahnte man, dass die Organisatoren für das Frühjahrskonzert eingängige Werke ausgesucht hatten, die dem Publikum gefielen und dem Orchester Gelegenheit gaben, seine Spielfreude und Leidenschaft zum Ausdruck zu bringen.

Klaus Broscheid, der Vorsitzende der DOG, begrüßte erfreut die vielen Besucher: „So voll war es noch nie“, sagte er und lud die Gäste ein, sich an dem bunt gemischten Programm zu erfreuen.

Die dargebotenen Parodien, die sich Siegfried Ochs auf das Volkslied „‘S kommt ein Vogel geflogen“ ausgedacht hat, waren hörenswert: Mal dramatisch, mal verspielt ahmte das Orchester die unterschiedlichsten Stile berühmter Komponisten nach, von Wagner bis Mozart, von Bach bis Verdi. Einen wollüstigen Walzer schrieb man Johann Strauß zu – und wer hätte gedacht, dass man aus dem Lied sogar einen flotten Militärmarsch machen kann? Der Vortrag wurde ein Vergnügen für die Zuhörer.

Dann hatten der Kinderchor St. Anna und St. Marien sowie die Vokalklassen der Südschule und der Martin-Luther-Schule ihren großen Auftritt: Aus dem Musical „Zirkus Furioso“ von Peter Schindler spielten und sangen die Jungs und Mädchen einige Szenen. Sie meisterten auch die schwierigsten Passagen dank der gefühlvollen Unterstützung des Orchesters. Glanzpunkte setzten die Solisten, das waren mutige musikalische Kinder, die einen Fakir oder eine grazile Seiltänzerin darstellten.

Georg Neulen, Gründungsmitglied der Dürener Orchestergemeinschaft und „Senior-Kontrabassist“, kündigte „das gefährlichste und anspruchsvollste Stück des Abends“ an. Gemeint war Wolfgang Schröders „Eine kleine Lachmusik“. Aus dem abenteuerlichen Potpourri hörte man den Kuckuck auf dem Baum heraus, aber auch Beethovens Schicksalsmotiv, ein Männlein im Walde und das Hofbräuhaus – ein Spaß für die Musiker und das Publikum.

„The Waltzing Cat“ und weitere Szenen aus dem Zirkus Furioso sollten den Abend beenden, doch ohne Zugabe ließen die Besucher das Orchester nicht gehen, so dass noch der heiße „Black Bottom“ gegeben wurde.

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