Volkstrauertag: Gedenken des „Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge“

Von: bel
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Landrat Wolfgang Spelthahn, Kreisverbandsvorsitzender des Volksbundes Deutscher Kriegsgräber, appellierte an die Zivilcourage jedes Einzelnen, dem gefährlichen Populismus Paroli zu bieten. Foto: bel

Hürtgen. „Wenn ich mich heutzutage umsehe“, sagte Sophie Marie Cremer in ihrer Rede bei der zentralen Gedenkfeier des „Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ zum Volkstrauertag auf dem Ehrenfriedhof Hürtgen, „erscheint es mir, als würde uns der Zusammenhalt entgleiten.“

Sophie Marie Cremer und Daniel Cloots, beide Schüler des Franziskus-Gymnasiums Vossenack, war die Aufgabe zugefallen, Gedanken zum Volkstrauertag zu äußern. Im Geschichtskurs hatten sie versucht zu ergründen, welchen Sinn und Zweck die nahe gelegene Kriegsgräberstätte erfülle. Über 200 Grablichter verteilten sie auf den Gräbern. Daniel Cloots nahm Kontakt zur Enkelin eines Soldaten auf, dessen sterbliche Überreste in Hürtgen ihre letzte Ruhe gefunden haben. Diese Enkelin aus Nordhessen erzählte dem Gymnasiasten am Telefon, dass sie froh sei, dass es diese Gedenkstätte in Hürtgen gebe.

Diese Gedanken führte Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) nahezu nahtlos fort. Sein Kerngedanke war das „Sich-Kümmern“ um die Anverwandten der Toten, die Trauernden. Sie dürften nicht in Vergessenheit geraten. Blicke man auf die Zeit vor 71 Jahren, müsse konsequenterweise die Folge sein, den Frieden in Europa zu hegen und zu pflegen. „Frieden ist eines der höchsten Güter auf dieser Erde“, sagte der Landrat. Jede Art von Hass, Gewalt und Abgrenzung störe den Frieden.

Und er nannte Ereignisse aus der jüngeren Vergangenheit, die den Frieden gefährden könnten: der geplante Mauerbau des designierten US-Präsidenten an der Grenze zwischen den USA und Mexiko, der Bau eines großen Zauns in Ungarn zur Abschreckung von Flüchtlingen, Populismus und rechtsradikales Gedankengut auch in Deutschland.

Spelthahns Botschaft an die Lebenden und die Toten auf dem Ehrenfriedhof Hürtgen: „Wir müssen den Kräften entgegentreten, die den Frieden gefährden!“ Zivilcourage auf allen Ebenen sei oberstes Gebot.

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