Düren - „Voicebox“ und die GaW-Big-Band feilen an einer Premiere

Solo Star Wars Alden Ehrenreich Kino Freisteller

„Voicebox“ und die GaW-Big-Band feilen an einer Premiere

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
12146485.jpg
Die Mitglieder der Big Band und die „Voicebox“-Schüler bereiten sich seit Oktober für den großen Auftritt vor. Foto: Stephan Johnen

Düren. Das mit der Aufregung ist so eine Sache. „Ich stehe zwar nicht das erste Mal auf der Bühne, aber Lampenfieber habe ich immer“, sagt Verena Miessner und muss lachen: „Meine Mutter gibt mir immer Bachblüten mit.“ Die 28-Jährige besucht die Schule für Rock- und Popgesang „Voicebox Düren“. Am Freitag, 29. April, gibt es eine Premiere, für die bereits seit Wochen besonders viel geprobt wird.

Verena Miessner gehört zu den über 20 „Voicebox“-Sängern, die mit der Big Band des Gymnasiums am Wirteltor (GaW) in der Fabrik für Kultur und Stadtteil ab 19 Uhr ein Benefizkonzert zugunsten von Peter Borsdorffs Aktion „Running for Kids“ geben. „Das ist schon ganz anders als bisher“, sagt die 28-Jährige. Wird sie sonst von einem Pianisten begleitet, sitzen und stehen plötzlich drei Reihen Musiker hinter ihr.

„Ich wollte schon immer einmal etwas mit einer Big Band machen“, freut sich Alexander Mohnfeld von der Gesangschule „Voicebox“, dass es ihm und seiner Ehefrau Silke gelungen ist, die GaW-Schüler und Big-Band-Leiter Christian Welters „als starken Partner“ ins Boot zu holen. Es ist bereits das vierte Benefizkonzert, erklärt Silke Mohnfeld. Die Gesangschüler im Alter von 13 bis 66 Jahren können so zum einen ihr Können zeigen, zum anderen aber auch Konzerterfahrung sammeln und erleben, was es bedeutet, vor einem größeren Publikum zu singen – oder von einer ausgewachsenen Big Band begleitet zu werden.

„Bisher haben wir immer zu Playbacks gesungen, die Umstellung ist anfangs schon groß“, berichtet Sängerin Diana Brücker (14). Das Singen, sagt sie, sei ihr in die Wiege gelegt worden, früh war sie Mitglied eines Kinderchores. Der Auftritt mit Big Band ist auch für sie Neuland. Klingt ein Stück auf CD immer gleich, ist eine Big Band schließlich ein lebendiger Klangkörper. Manchmal sind die Noten der Sänger auch anders als die der Musiker, die Länge der Stücke stimmt dann nicht auf Anhieb überein.

„Jedes Stück muss neu erarbeitet werden“, erklärt Big-Band-Leiter und Musiklehrer Christian Welters. Seit Oktober 2015 laufen die Proben, schließlich müssen sich alle Sänger mit der Big Band „arrangieren“, das Stück zum Klingen bringen. Es dauert etwas, bis der gemeinsame Sound gefunden wird, Harmonie herrscht und die gegenseitigen Vorstellungen auf einen gemeinsamen musikalischen Nenner gebracht worden sind. Livemusik macht allen Beteiligten große Freude, bedeutet im Vorfeld aber auch viel Arbeit.

Ein eingespieltes Team sind bereits die Geschwister Lioba (15) und Gereon (17) Wintz. Er spielt Trompete in der Big Band, seine jüngere Schwester Saxofon. Musik werde in der Familie groß geschrieben, der Vater spielt Gitarre, die Mutter singt im Chor. „Hier an der Schule haben alle in der fünften Klasse die Gelegenheit, ein Instrument zu lernen“, berichtet der 17-Jährige.

Lioba und Gereon wurden gefragt, ob sie nicht Lust hätten, in der Junior Big Band zu spielen. Später wechselten sie in die Big Band, beide spielen zudem noch in anderen Combos oder in Orchestern. „Es macht Spaß, etwas mit Leuten zu machen, die die gleichen Interessen haben“, sagt Lioba. Gereon mag es, in der Big Band auch einmal etwas auszuprobieren und zu improvisieren. „Mein größter Wunsch ist, dass ich Zuhörer mit meiner Musik inspiriere“, sagt er.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert