Vlattenerin findet vermissten Jungen im Wald

Von: Sarah Maria Berners
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Mit einem großen Aufgebot wurde am Donnerstag bei Düttling nach einem Sechsjährigen aus Aachen gesucht. Foto: smb

Düttling/Hergarten. Kurz nach 18 Uhr war die Erleichterung bei etlichen Einsatzkräften, die am Nachmittag in das beschauliche Düttling ausgerückt waren, groß: Eine Frau aus Vlatten hatte den kleinen Jungen aus Aachen, der seit dem Mittag vermisst wurde, im Wald gefunden und wurde damit zur Heldin des Tages.

Der Sechsjährige war am Vormittag mit seiner Schulklasse aus Aachen – 20 Jungen und Mädchen – von der Unterkunft in Hergarten unterwegs zur Walderlebniswerkstatt in Düttling. Kurz nach 12 Uhr bemerkten die Betreuerinnen, dass der kleine Junge fehlte. Zunächst machten sich die zwei Lehrerinnen eigenständig auf die Suche, gegen 14 Uhr schalteten sie dann doch die Polizei ein. „Wir haben unmittelbar Kräfte aus Düren und Euskirchen zusammengezogen“, erklärte Polizeisprecher Willi Jörres. „Wir haben alles daran gesetzt, dass wir den Jungen noch vor Einbruch der Dunkelheit finden.“

Aus Düsseldorf kam ein Polizeihelikopter, der von einem ortskundigen Beamten über das Waldgebiet dirigiert wurde. Etliche Streifenwagen, mehrere Feuerwehren aus den umliegenden Dörfern, Rettungsdienste, Nationalpark-Ranger, Rettungshundestaffeln und freiwillige Helfer machten sich im Wald auf die Suche nach dem Jungen. Die Polizei informierte die Bevölkerung über Lautsprecheransagen und bat um Hilfe.

Auch zwei Beamte einer Reiterstaffel und eine Einsatzhundertschaft aus Mönchengladbach wurden angefordert. Diese konnten aber noch vor Düttling kehrt machen. An der Walderlebniswerkstatt hatten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste auch eine Verpflegungsstation aufgebaut.

Die Frau aus Vlatten hatte im Radio von der Vermisstenmeldung gehört und sich mit ihrer Familie auf den Weg gemacht, um das Kind zu finden. Tatsächlich fand sie ein Kind, das alleine im Wald unterwegs war und auf das die Personenbeschreibung passte. Die Vlattenerin rief sofort die Notrufnummer 110 an. Der Junge wurde von einem Notarzt untersucht, ist nach Angaben der Polizei zwar erschöpft, aber wohlauf. Kurz vor 18 Uhr hatten auch die Eltern die Walderlebniswerkstatt in Düttling erreicht, wo ihr Sohn von Opferschutzbeauftragten der Polizei betreut wurde. Ihnen saß der Schock zwar in den Knochen, aber ihren Sohn konnten sie wohlbehalten wieder in die Arme schließen.

Polizeisprecher Willi Jörres lobte das Zusammenspiel und das Engagement aller Beteiligten, vor allem auch der Ehrenamtler, bei der groß angelegten Suchaktion in der Eifel.

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