„Viva Portugal“ ohne Wenn und Aber

Von: Sarah Maria Berners
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Daumen drücken für Portugal: Miguel Ferreira da Silva. Foto: Berners
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Auf Super-Star Cristiano Ronaldo setzen die Fans der portugiesischen Nationalmannschaft. Foto: Stock/Zuma Press

Düren. „Unsere Hoffnung liegt natürlich auf Cristiano Ronaldo“, sagt Miguel Ferreira da Silva. Miguel weiß aber auch, dass eine WM keine Ein-Mann-Show ist, und er ist davon überzeugt, dass der Weltfußballer mit einem guten Team nach Brasilien gereist ist: „Wir werden Weltmeister“, sagt er zuversichtlich und in der Hoffnung, dass sich die deutsche und die portugiesische Mannschaft im Finale erneut gegenüberstehen.

Der 27-Jährige ist in Düren geboren und aufgewachsen, sein Großvater väterlicherseits war als Gastarbeiter nach Deutschland gekommen. Aber wenn es um internationalen Fußball geht, dann schlägt sein Herz für die „Seleção Portuguesa“. Ohne Zweifel. Ohne Wenn und Aber. Beim Fußball ist Deutschland nur zweite Wahl.

„Portugal ist nun einmal das Land, in dem meine Familie ihre Wurzeln hat. Meine Großeltern, meine Tanten und Onkel sowie meine Cousins leben dort. Ich fühle mich diesem Land verbunden“, sagt der junge Mann, und er fügt augenzwinkernd hinzu: „Wenn die portugiesische Nationalhymne gespielt wird, bekomme ich ‚Pipi in die Augen‘.“ Fußball sei eben eine emotionale Sache, und die Portugiesen seien ein emotionales, herzliches, offenes Volk. Deswegen will Miguel Ferreira da Silva irgendwann mal eine WM in Portugal verfolgen und dort Siege feiern.

Siege feiern will er in diesem Jahr unter anderem in Köln, wo sich viele Portugiesen zum Public Viewing treffen. Keine Frage, dass Miguel Ferreira da Silva dann in voller Fan-Montur aufschlägt: Das Gesicht wird geschminkt, Kopftuch und Schal dürfen nicht fehlen, eine Flagge wird zum Rock und das Trikot mit der Nummer 7 darf auf gar keinen Fall fehlen. Seine Freundin steht ihm dabei übrigens zur Seite. „Sie kommt von den Philippinen“, erklärt Miguel Ferreira da Silva.

„In Portugal werden die Häuser von oben bis unten geschmückt. Hier in Deutschland hat das ja erst in den vergangenen Jahren zugenommen“, sagt der Fußball-Fan, der als Jugendlicher lange Jahre bei den Sportfreunden Düren gespielt hat und auch heute in seiner Freizeit gerne kickt. Er findet es gut, dass die Deutschen seit der WM im eigenen Land beim Fußballgucken mehr aus sich herauskommen.

„Schweres Spiel“

Wenn es um die WM geht, ist sich die Familie Ferreira da Silva einig, und auch in der portugiesischen Liga halten alle zum selben Verein: Benfica Lissabon. Beim deutschen Fußball sieht das schon anders aus. „Eigentlich halten alle für den 1. FC Köln“, sagt Miguel Ferreira da Silva. Nur er sei Fan von Borussia Dortmund. Das habe er als Neunjähriger beschlossen, als der Portugiese Paulo Sousa ins Ruhrgebiet kam. Als BVB-Fan konnte er oftmals jubeln, und das will er auch bei der WM – bei Toren von Ronaldo und Co.

„Das wird Montagabend ein schweres Spiel“, vermutet der junge Mann. Die Portugiesen hätten wie viele südländische Teams zwar die bessere Technik, dafür sei die deutsche Elf athletisch stärker und hätte den Teamgeist mehr im Blick. Miguel Ferreira da Silva rechnet mit einem spannenden Spiel. Einem Spiel, das die portugiesische Elf 2:1 gewinnen wird. Das tippt er zumindest. Für das WM-Auftaktspiel Brasilien gegen Kroatien hat er ein klares 3:1 prognostiziert – und damit bekanntlich goldrichtig gelegen...

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