Düren - Virtuoser Clown wärmt das Herz

Virtuoser Clown wärmt das Herz

Von: Christoph Hahn
Letzte Aktualisierung:
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Be- und verzauberte die Zuhörer in der Dürener Pfarrkirche St. Josef mit seinem virtuosen Spiel: Entertainer Bruce Kapusta feierte mit seiner „kölsch-klassischen Weihnacht” einen Erfolg nach Maß. Foto: Hahn

Düren. Da staunte Pfarrer Ernst-Joachim Stinkes: „So viele Leute habe ich hier zuletzt in der Christmette gesehen.” Doch es war kein Gottesdienst, der die Menschen aus Stadt und Kreis sowie den angrenzenden Regionen in der Kirche St. Josef zusammengeführt hatte.

Der Kölner Trompeter Bruce Kapusta, durch seine Auftritte als virtuoser Clown eine feste Größe im rheinischen Karneval, war´s, der seine Fans und solche, die es werden wollen aus Stadt und Kreis sowie angrenzenden Regionen nach Düren-Süd gelockt hatte.

Auf dem Programm des rund zweieinhalbstündigen Gastspiels, das der 35-jährige Künstler gemeinsam mit der (Mundart-)Poetin Annemarie Lorenz gestaltete: die „kölsch-klassische Weihnacht”, einer von Kapustas Publikums-Erfolgen, ergänzt um andere seiner Hits.

Mit den Auftritten des gelernten Energieanlagen-Elektronikers, der sein Instrument im Selbstunterricht erlernt hat, verhält es sich ähnlich wie mit dem Konsum eines guten Glühweins: Jener wärmt Magen und Umgebung, der in Bonn lebende Kölner aber Herz und Gemüt. Darum ließ der Trompeter bei seinem im Übrigen von keiner Pause unterbrochenen Auftritt an geweihter Stätte das Publikum reichlich von seinen Gaben mit auf den Weg. Traditionelle Weihnachtslieder wie „O Tannenbaum” hatte Kapusta nach Düren mitgebracht und lud seine Zuhörer auch immer wieder zum Mitsingen ein.

Mit jungenhaftem Charme

Aber nicht nur: Englische Melodien wie „Good King Wenceslas” und US-Schlager hatte der Mann mit dem jungenhaften Charme ebenso im Gepäck. Er versteht seine gemütvolle Unterhaltungskunst als Rundum-Angebot. Darum trat der Entertainer mit der kölsch fundierten Bodenhaftung nicht nur als Trompeter - was freilich schon allein den Besuch gelohnt hätte -Êin Erscheinung, sondern gönnte den Frauen und Männern in St. Josef immer wieder Proben seines Könnens als Sänger - wie zum Beispiel bei dem hintergründig-verschmitzten „Weihnachte strengk aan”, dem besinnlichen „Höösch fällt d´r Schnie” und dem nicht bloß leicht erinnerungsseligen „Weihnachten bei Oma und Opa”.

Mundart und Hochdeutsch: Beides klingt bei Bruce Kapusta gleichermaßen authentisch. Bei Annemarie Lorenz, einer Respekt gebietenden Dame mit Witz und Lebenserfahrung, verhält sich das im Grunde nicht viel anders. Wobei dem Publikum doch anzumerken war: Die kölsche Sprechweise kommt nicht nur in der Metropole am Rhein, sondern auch in Düren besser an.

Ob es nun ums Familienmahl zum Christfest ging, um mehr oder minder große Katastrophen beim Aufstellen des Tannenbaums oder um andere Humoresken: Lorenz´ mit einer Prise Weisheit gewürzte Szenen kamen gleichfalls bestens an. Nicht zuletzt auch deshalb erklatschten sich die Zuhörer nach dem Ende des offiziellen Teils so vielen Zugaben, dass die Finger einer Hand nicht ausreichten, um sie zu zählen.
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