„Villa Winzig“: Umzug in die Joachimschule?

Von: sj
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Derzeit ist der Kindergarten „Villa Winzig“ an der Meckerstraße beheimatet. Sollte die Kita auf das Gelände der Grundschule St. Joachim umziehen, muss wohl auch ein neuer Name her. Foto: Stephan Johnen

Düren. Umziehen oder Geld in die Sanierung eines Gebäudes stecken, das der Stadt nicht gehört? Vor dieser Entscheidung standen die Mitglieder des Jugendhilfeausschusses. Die städtische Kita „Villa Winzig“ residiert in einer Gründerzeit-Villa an der Meckerstraße, doch die Immobilie bereitet dem Amt für Gebäudemanagement große Sorgen.

„Wir machen die Büchse der Pandora auf. Keiner kann heute sagen, wo das endet“, warnte Amtsleiter Helmut Harperscheidt vor weiteren Investitionen. Er schlug vor, dass der Kindergarten in Räume der Grundschule St. Joachim zieht. Unterstützung erhielt dieser Plan aus pädagogischer Sicht vom Jugendamt.

Ging die Stadt zunächst davon aus, dass ihr die „Villa“ gehört, stellte sich diese Woche heraus, dass die Immobilie nur gepachtet ist, der Erbpachtvertrag läuft noch über zwölf Jahre. Eigentümer ist der Landschaftsverband Rheinland. Die Kosten für eine Sanierung des Gebäudes schätzt Harperscheidt auf mindestens 225.000 bis 300.000 Euro. Es gebe Probleme mit Feuchtigkeit, das Dach sei undicht, es gebe Schimmelbefall. Er befürchtet, dass bei Bauarbeiten weitere „Überraschungen“ zum Vorschein kommen.

„Rechnerisch ist es sinnvoller, in eine eigene Liegenschaft zu investieren“, sagte er. Zumal das in Frage kommende Untergeschoss des alten Schulgebäudes an der Laute-Dei-Straße saniert sei. Die noch ausstehenden Umbaukosten beziffert das Amt mit knapp 200.000 Euro. Es müsse noch geprüft werden, ob für den U3-Ausbau gezahlte Fördermittel in Höhe von 81.000 Euro an das Land zurückgezahlt werden müssen – oder diese Rückzahlung mit der Eigenleistung der Stadt beim Umbau der Schule verrechnet werden kann.

Das Raumangebot vergrößere sich von 362 auf 506 Quadratmeter, Umbau und Umzug könnten bis zum Beginn des neuen Kindergartenjahres abgeschlossen sein. Für Bürgermeister Paul Larue sei auch eine räumliche Nähe von Kita und Schule „zeitgemäß“. Die Bedenken der Erzieher und Eltern nehme er ernst, aber ein Umzug sei die bessere Lösung. Der Ausschuss stimmte einstimmig dafür, die SPD wirkte an der Entscheidung nicht mit, da sie noch Beratungsbedarf angemeldet hatte.

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