Düren - Villa Winzig: Eltern sind gegen Umzug der Kita

Villa Winzig: Eltern sind gegen Umzug der Kita

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Düren. Die Eltern der Kita „Villa Winzig“ lehnen den von der Stadt geplanten Umzug in die Räume der Grundschule St. Joachim ab. Acht Monate nach Beginn der Arbeiten geht die Stadt davon aus, dass Umbau und Sanierung nach Bekanntwerden von neuerlichem Schimmelbefall aufgrund eines maroden Dachstuhls noch einmal zwischen 225 000 und 300 000 Euro kosten würden.

Ein Umbau der barrierefreien Schulräume hingegen würde nur 195 000 Euro kosten und das Raumangebot der Kita spürbar erhöhen.Trotzdem stoßen die Pläne auf Widerstand. „Die Kita ‚Villa Winzig‘ liegt allen Eltern sehr am Herzen, weil sie naturnah gelegen ist und die Kinder in der wärmeren Jahreszeit Ausflüge in den nahegelegenen Wald machen können“, schreibt Kathleen Schmidt, Vorsitzende des Elternbeirates. „Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zur Schule für mehrfach behinderte Kinder, wodurch unsere Kinder auch Kontakte zu behinderten Kindern haben, was unserer Auffassung nach gut für ihre soziale Entwicklung ist.“

Die Eltern bezweifeln, dass die Kalkulation der Stadt stimmt. Es könne kaum günstiger sein, einen Kindergarten neu anzulegen als ein Obergeschoss fertigzustellen, schreibt Schmidt im Namen der Eltern an Bürgermeister Paul Larue, versehen mit einer Unterschriftenliste gegen den Umzug.

Die neuen Räume im Souterrain der Schule sind aus Elternsicht inakzeptabel, weil der Blick nach Außen eingeschränkt sei. Zudem befürchten sie Konfliktpotenzial mit der Offenen Ganztagsschule, die in dem Gebäude bleiben soll, und sehen Probleme für die Stadtteilentwicklung, wenn eine zentral gelegenen Kita an den Rand verlegt wird. Die Kinder könnten nicht mehr zu Fuß zur Kita gebracht werden. Und die „Villa Winzig“ drohe ein weiterer Schandfleck im Stadtteil zu werden, weil sich kaum ein anderer Nutzer finden werde.

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