Vier Männer fordern die Bürgermeisterin heraus

Von: sis
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Bürgermeisterwahl in Nideggen: Amtsinhaberin Margit Göckemeyer muss sich der vier Herren Peter Hüvelmann, Marco Schmunkamp, Uwe Waßmund und Marco Hell erwehren. Foto: bugi

Nideggen. Vier Männer wollen mit Hilfe der Wähler eine Frau aus ihrem Amt jagen. Diese Frau will ihren Job behalten: Margit Göckemeyer, die parteilose Bürgermeisterin von Nideggen, muss sich der vier Herren Peter Hüvelmann, Marco Schmunkamp, Uwe Waßmund und Marco Hell erwehren.

Peter Hüvelmann, der Leiter des Bauamtes der Gemeinde Vettweiß, strebt für die CDU das Bürgermeisteramt an. Marco Schmunkamp, Leiter des Nideggener Ordnungsamtes und Vorsitzender des Personalrates, wird als Parteiloser von der SPD unterstützt. Uwe Waßmund, Assistent der Geschäftsleitung eines Kölner Autohauses, und Marco Hell, Unternehmensberater und Unternehmer, stellen sich als Parteilose ohne Unterstützung einer Partei der Wahl.

Die Bürgermeisterin will sich bei einer Wiederwahl für mehr Transparenz und einen größeren finanziellen Spielraum einsetzen. Selbstkritisch räumt sie ein, Informationen in der Vergangenheit vielleicht nicht rechtzeitig genug an den Rat gegeben zu haben. Gut aufgestellt sieht Göckemeyer die Stadt nach den turbulenten Jahren als Schul- und Kindergartenstandort sowie im Tourismus. Sie zollt den Bürgern Respekt für ihr Engagement trotz aller Probleme – und tritt deshalb wieder an: „Ich will für diese tolle Menschen eine Basis schaffen, die Vielfalt weiterzuleben.“

Peter Hüvelmann will am finanziellen Konsolidierungskurs nicht rütteln, um Handlungsspielräume zurückzugewinnen. Innovative Ideen und die Förderung des ehrenamtlichen Engagements hat er sich auf die Fahne geschrieben. Als wichtigste Herausforderung sieht er den Blick nach vorne an: „Die Stadt muss den Schulstandort, den Tourismus und die Infrastruktur in den Vordergrund stellen. Denn es lohnt sich, hier zu leben.“

Marco Schmunkamp betrachtet sich als Teamplayer vor einer Herkulesaufgabe. Seine Aufgabe sieht er darin, die Entscheidungen des Kommunalparlamentes so vorzubereiten, dass der Rat zum Wohle der Bürger entscheiden könne. Er will mittels eines Runden Tisches Ziele erarbeiten, setzt seine Prioritäten auf den Erhalt der Infrastruktur in den Ortsteilen, in der Förderung des Ehrenamtes und vor allem in der Vernetzung der Aktivitäten in der Stadt.

Uwe Waßmund, der sich als Mann des klaren Wortes versteht, sagt: „Wirtschaft tickt anders als Verwaltung. Ich sehe das als große Chance.“ Der Vereinsmensch sieht in den Clubs Stützen des öffentlichen Lebens. Er will um den Mittelstand werben, verspricht sich vom passenden Handwerk eine Belebung der Innenstadt.

Marco Hell sind Organisationsformen egal. Man brauche nur die passende Methodik, um Schwachstellen zu beseitigen. „Wir brauchen neue Ansätze“, sagt er, schließlich sei allen Stellschrauben schon gedreht worden. Hell will Verwaltungsabläufe überprüfen, schauen, ob die Umsetzung auch in der ausreichenden Tiefe erfolge. Und er fordert ein städtisches Veranstaltungsmanagement, um ein Maximum an Profit zu erzielen.

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