Vier herausragende Beispiele für moderne Architektur

Von: Fred Schröder
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Das Friedhofscafé im Dürener
Das Friedhofscafé im Dürener Osten: Der Ort, an dem sich Menschen in Ausnahmesituationen begegnen, soll Geborgenheit vermitteln. Foto: Schröder

Düren. Inspirationen, Anregungen und beispielhafte Bauwerke: Am 2. und 3. Juli laden Architekten und Stadtplaner mit Bauherren zu Besichtigungen und Gesprächen ein. Anlass ist der „Tag der Architektur”, der zum 16. Mal in Nordrhein-Westfalen veranstaltet wird.

Die Architektenkammer NRW hat 440 Objekte wie Neubauten, Quartiere oder Gärten und Parks in 151 Städten und Gemeinden des Landes ausgesucht. Üblicherweise sind die meisten dieser Objekte nicht öffentlich zugänglich.

Am „Tag der Architektur” aber suchen Bauherren und Planer den Dialog mit interessierten Besuchern. Aus dem Dürener Raum sind drei Objekte in dem Katalog der NRW-Architektenkammer aufgenommen. Eines der Beispiele: Die Kirche St. Marien. Dort wird die gezeigt, wie Räume für die Gemeindearbeit unter dem Dach der Kirche vereinigt werden können. Säle und Nebenräume sind als separates Volumen in den Hallenraum eingestellt. Eine bewegliche Glaswand verbindet den großen Pfarrsaal mit dem Kirchenschiff.

Großes Interesse findet bei der Architektenkammer NRW der neue Cafépavillon auf dem Friedhof in Düren-Ost. Der Dürener Service-Betrieb (DSB) entschied sich für den Entwurf des Aachener Architekten Björn Martenson. In seiner Philosophie geht der Planer davon aus, dass Friedhöfe nicht nur Orte der Trauer sind. Sie haben auch kulturgeschichtlichen Wert. Der Architekt sieht den Pavillon auf dem Friedhof als Ort, an dem sich Menschen in Ausnahmesituationen begegnen. „Sie fühlen sich schutzlos, tauschen Erinnerungen aus und suchen Geborgenheit”, beschreibt der Planer seine Intentionen. Geborgen sein sollen sie die Besucher unter der vielfältigen Dachlandschaft; unter dem Tonnendach ebenso wie unter dem Zelt oder dem Pultdach. Formen, wie es sie seit Jahrtausenden gibt.Besichtigt werden kann das Friedhofscafé am Samstag und Sonntag jeweils von 9 bis 17 Uhr.

Ein Beispiel aus dem Sektor Innenarchitektur ist der Empfangs- und Bürobereich der Kanzlei der Steuerberatung Rubel an der Schenkelstraße 17. Der Dürener Architekt Andreas Franke hatte bei seinen Planungen Lichtdurchflutung im Fokus. Durch Öffnen des langen Flurs zu den Fensterachsen hin wurde diese Vorgabe erreicht. Der Empfangsbereich und die auf 250 Quadratmetern untergebrachten angrenzenden Büros erhielten ein zeitgemäßes und attraktives Ambiente. Besichtigt werden können Empfangs- und Bürobereich in der Kanzlei an der Schenkelstraße am Samstag, 2. Juli, von 10 bis 12.30 Uhr.

Innenarchitekt Franke ist noch mit einem zweiten Objekt vertreten. An der Hauptstraße 7-9 in Kreuzau, drittes Obergeschoss, gab er dem Studio von Yoga-Lehrerin Angelika Fraikin ein neues Gesicht. Ziel der Planungsaufgabe war die Vergrößerung und Umgestaltung zu einem atmosphärischen Ort der Ruhe, Entspannung und Meditation. Mit einer raumbildenden freistehenden Wandscheibe mit integrierter Beleuchtung und paneeleartigen Filzelementen wurden Yoga-Raum und Nebenräume voneinander getrennt. Material und Licht als wichtigste Bestandteile der Innenarchitektur lassen die Bereiche ineinander fließen. Eine Besichtigung ist am Sonntg, 3. Juli, von 10 bis 12 Uhr möglich.
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