Vier größere, neue Windräder sollen neun alte ersetzen

Von: kin
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Langerwehe. Die Bedenken der Bürger sind nachvollziehbar: Zu hohe Emissionen, großer Schattenwurf und viel Lärm sind die Dinge, die die Anwohner befürchten, wenn es zum geplanten Repowering der Windkraftanlage „Halde Nierchen“ in Langerwehe kommt.

Am Donnerstagabend hatten die Gemeinde Langerwehe und die Stadt Eschweiler zu einer gemeinsamen Informationsveranstaltung in der Kulturhalle Langerwehe eingeladen. Etwa 40 Bürger haben daran teilgenommen.

Seit 1998 stehen auf Gebiet der Gemeinde Langerwehe vier und auf Gebiet der Stadt Eschweiler neun Windräder. Die alten Windräder sind hundert Meter hoch und sollen durch vier jeweils 170 Meter hohe Anlagen ersetzt werden. Nach dem Repowering stehen auf Eschweiler Gebiet noch drei und auf Langerweher Territorium noch eine Windkraftanlage.

Nach Aussage des Betreibers, der Energiekontor AG aus Bremen, sollen die neuen Anlagen viel leiser sein und mehr Strom erzeugen.

„Wir sind noch ganz am Anfang des Verfahrens“, so Langerwehes Bürgermeister Heinrich Göbbels, der den Bürgern gemeinsam mit dem Technischen Beigeordneten der Stadt Eschweiler, Hermann Gödde, Rede und Antwort stand. „Und wir sprechen hier von einem absolut offenen Verfahren.“ Tatsache, sei aber auch, dass man hier nicht von der Erschließung einer neuen Windkraftanlage, sondern lediglich von einem Repowering sprechen würde. „Und einem Repowering“, so Göbbels, „ist nach Aussage der Landesregierung Priotrität einzuräumen.“

Bis Ende Dezember haben die Bürger jetzt die Möglichkeit, ihre Anregungen und Bedenken vorzutragen. Göbbels: „Ich kann heute noch nicht sagen, ob und wann mit der Repowering-Maßnahme begonnen wird. Das hängt davon ab, wie viele Anregungen und Bedenken wir von den Bürgern bekommen. Die müssen alle in einem transparenten Verfahren sorgfältig bearbeitet werden.“

In seiner jüngsten Sitzung hatte der Rat der Gemeinde Langerwehe gegen die Stimmen von Bündnis 90/Die Grünen beschlossen, dass der gesamte Waldbereich der Töpfergemeinde grundsätzlich nicht als Konzentrationszone für Windkraftanlagen ausgewiesen wird. Erst im Oktober hatte das Aachener Energieunternehmen Stawag zu einer ersten Informationsveranstaltung eingeladen, weil es im Wald von Merode einen Windpark errichten wollte. Damals waren weit über 500 Menschen zu der Bürgerversammlung gekommen, diese Pläne sind mit dem Ratsbeschluss endgültig vom Tisch.

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