Vieles ist anders in diesem Kindergarten

Von: Christoph Hahn
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Bereiten sich auf die Feiern zum 100-jährigen Bestehen vor: Maria Hürtgen (Mitte), Leiterin des Niederauer Kindergartens, und Schwester Dorothea, die Generaloberin der Cellitinnen von der heiligen Gertrud sowie die Mädchen und Jungen aus dem Dürener Stadtteil. Foto: Hahn

Niederau. Am Kindergarten von Niederau ist vieles anders als bei anderen Einrichtungen dieser Art. Zum einen spielen die Kleinen unter dem selben Dach, unter dem auch elf Ordensschwestern und die Senioren des Marienklosters leben.

Doch es gibt noch ein Alleinstellungsmerkmal für den St.-Marien-Kindergarten: 100 Jahre gibt es ihn schon. Das wird groß gefeiert - mit einer Messe und einem Fest am Sonntag, 20. Juni.

Jung und Alt unter einem Dach: Leiterin Maria Hürtgen und der Generaloberin der Cellitinnen von der heiligen Gertrud, Schwester Dorothea, ist dieser Gedanke sehr wichtig. Generationenübergreifendes Leben: In Niederau ist das nicht nur kein Problem, sondern eine Selbstverständlichkeit.

Der Vorrat an positiven Eigenheiten dieses Kindergartens, den momentan in acht Gruppen 64 Mädchen und Jungen aus der Umgebung besuchen, ist damit nicht erschöpft. So kommt St. Marien nach wie vor ohne Förderverein und Sponsoren aus: „Alles wird von den Schwestern getragen”, klärt Maria Hürtgen auf.

Doch im Moment stößt auch das selbstlose Engagement der Ordensfrauen an seine Grenzen. Die Räume wirken beengt, was weder der Leiterin (der ersten weltlichen Kraft auf diesem Posten) noch der Generaloberin sonderlich behagt. So wird denn auch das Jubiläumsjahr zum Jahr der Hoffnung - der Hoffnung darauf, dass der Rat und der aus Niederau stammende Dürener Bürgermeister Paul Larue helfend eingreifen.

Nicht angetastet von Raumnöten und anderen wichtigen Bedürfnissen wird der christliche Geist, der den Kindergarten prägt. Beten, den Blick der Kleinen auf Gott lenken: Das gehört zum Alltag der acht hier tätigen Erzieherinnen. Die 16 Kinder, die aus Familien mit Migrationshintergrund stammen, bezieht diese Haltung durchaus mit ein.

Mehr noch: Wenn etwa ein Fest wie das am 20. Juni ansteht (siehe Infokästchen), wird halt ein zweiter Grill aufgestellt - für muslimische Mädchen und Jungen sowie ihre Eltern. Dann gibt es halt für die, die es wollen, Frikadellen und Würstchen aus rituell geschlachtetem Fleisch - Ausdruck einer Christlichkeit, die vor Andersgläubigen und ihren Werten Respekt zeigt.

Dass Maria Hürtgen und ihr Team stets mit Rat und Tat für Kinder und Erziehungsberechtigte da sind - geschenkt. Ähnlich viel bedeutet den Erzieherinnen aber noch etwas: „Hier beim Personal gibt es kaum Fluktuation.”

Denn Qualität ist Trumpf in Niederau. Zufriedenheit bei den Zöglingen und bei den Mitarbeiterinnen sind da die wichtigsten Säulen.
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