Düren - Vielen ein Vorbild: Dr. Peter Röttger erhält das Bundesverdienstkreuz

Vielen ein Vorbild: Dr. Peter Röttger erhält das Bundesverdienstkreuz

Von: bel
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Erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande: Professor Dr. Peter Röttger, langjähriger Pathologe am Dürener Krankenhaus. Foto: Bruno Elberfeld

Düren. Das Problem der Gründerväter und -mütter der jungen Bundesrepublik Deutschland, ob ein Verdienstkreuz angebracht ist oder nicht, hatten Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) und die vielen Festgäste im Kongresszentrum des Dürener Krankenhauses nicht.

Denn sie alle – zumindest gab es keinen Widerspruch – waren der Meinung, dass Professor Dr. Peter Röttger, langjähriger Pathologe am Krankenhaus Düren, die Ehrung mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande mehr als verdient habe.

„Wir würdigen jahrzehntelanges Engagement“, sagte der Landrat in seiner Laudatio, „einmal, weil Sie sich im Laufe Ihres Lebens hauptamtlich und ehrenamtlich für die Ihnen Anvertrauten eingesetzt haben, zum andern, weil Sie eine Vorbildfunktion haben, die die Gesellschaft durch besondere Ehrungen wie das Bundesverdienstkreuz am Bande sichtbar machen möchte.“

Spelthahn erinnerte im Detail an die Stationen im Arbeitsleben des Geehrten. Peter Röttger beendete Studium und Promotionsschrift 1960. Kurze Zeit später arbeitete er schon als Assistenz- und Oberarzt an der Universitätsklinik Freiburg. Die Habilitation erfolgte im Jahre 1980 im Fach Pathologie in Frankfurt. Auf dem kleinen Umweg über die Universität Gießen arbeitete Peter Röttger seit 1984 als Pathologe am Krankenhaus Düren, wo er noch heute besonders schwierige Fälle diagnostiziert.

In den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts initiierte Röttger Zusammenschlüsse von Kinderärzten, Psychologen, Sozialarbeitern, Mitarbeitern von Sonder- und Regelkindergärten. „Aus dieser Arbeitsgruppe“, berichtete Spelthahn, „entstand 1990 in Düren der Verein ‚Kinderhilfe Düren‘, der fünf Jahre später in den Nachfolgeverein ‚Deutscher Kinderschutzbund, Kreisverband Düren‘ überging.“ Darauf, so fuhr der Landrat fort, seien Stadt und Kreis heute noch stolz.

An den Initiativen für viele heutige Einrichtungen war Peter Röttger beteiligt, unter ihnen die „1. Offene Ganztagsschule (OGS)“. Bis in die Mongolei hat der Namen des Dürener Professors einen ausgezeichneten Klang, denn seit der Jahrtausendwende 2000 engagiert er sich in der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator an der „Health Sciences University of Mongolia“. Seitdem, so berichtete es der Landrat den Gästen, reise der Pathologe drei- bis viermal jährlich auf eigene Kosten in die Mongolei, in ein Land, das er seit Kindesbeinen liebt, um die Arbeit am Klinikum dort zu unterstützen.

Die Universität der Mongolei verlieh ihm 2012 die Professur ehrenhalber (h.c.). Und noch zwei besondere Ehrungen, zwei Überraschungen, standen beim Festakt, an. Die beiden neuen Ärztehäuser, Haus I und Haus II, bekommen Namen.

Haus I heißt nun „Peter-Röttger-Haus“, Haus II erhält den Namen „Jörg-Dietrich-Hoppe-Haus“. Das Namensschild für Dietrich Hoppe wurde von einem Familienmitglied übernommen.

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