Viele Wege führen zum gesunden Schlaf

Von: Bruno Elberfeld
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Neurologe Daniel Molitor, Apothekerin Karin Lauterbach, Feng Shui-Spezialistin Susanne Knorr, Internist Dr. Hans G. Lennartz und Lungenfacharzt Dr. Wilhelm Winkels (v. l.) sprachen über Ursachen und Therapiemöglichkeiten der Schlaflosigkeit. Foto: Elberfeld

Düren. „Herr Doktor, ich habe diese Nacht kein Auge zugetan!” So klingt es immer öfter in den Arztpraxen von Düren und Umgebung. Auch die fünf Referenten im Seniorenhaus St. Gertrud konnten aus Sicht ihres Spezialgebiets ein Lied vom Phänomen „Schlaflosigkeit” singen.

Winfried Brunner und Sabine Engelmann-Brunner (Verein „Gesundheit erleben”) hatten das Treffen organisiert, und viele Interessenten kamen.

Internist Dr. Hans G. Lennartz hält sanfte Methoden zur Behebung der Schlaflosigkeit für möglich. „Auch das berühmte Schafe zählen soll in vielen Fällen helfen.” Seiner Meinung nach ist Schlafgesundheit Voraussetzung für ein gesundes Leben. Chronische Schlaflosigkeit beeinträchtige die seelische, geistige und körperliche Gesundheit.

Praktische Tipps

Lennartz gab den Besuchern Tipps: Die Wohnung so gestalten, dass man sich wohlfühlt, unnötige Reizüberflutung vermeiden, alternative Therapien wie Yoga und Autogenes Training zu Rate ziehen sowie als letztes Mittel Medikamente nach Anraten des Arztes einsetzen. „Grundsätzlich aber stirbt man am Schlaf nicht”, beruhigte er die Hörer.

Apothekerin Karin Lückenbach stellte verschiedene Medikamente vor. Nach Ermittlung der Ursachen sollte man mit ärztlichem Beistand unter Einbeziehung des Apothekers die richtige Therapie wählen. Alle Schlafmittel, so Lückenbach, müssten auf den Einzelnen abgestimmt werden. Pflanzliche und homöopathische Mittel sind nach ihren Worten bei undramatischen Symptomen den chemischen vorzuziehen.

Lungenarzt Dr. Wilhelm Winkels ging besonders auf die „Schlafapnoe” ein, die Herzkreislauferkrankungen oder Schlaganfälle verursachen könne. Das Atmen setzt sehr oft während des Schlafs aus, weil durch Fettablagerungen oder Wucherungen im Kehlkopfbereich der Atemweg nur sehr eng oder gar verstopft ist. Hier gebe es viele Erfolg versprechende Therapien bis hin zum operativen Eingriff.

So genannte Zappelbeine

Neurologe Daniel Molitor hatte die Zappelbeine („Restless Legs Syndrom)” als Schwerpunktthema. Während der Ruhephasen zucken Beine oder Arme der Patienten unkontrolliert. Häufig kommt es dann zu immensen Schlafstörungen, die jedoch in der Regel gut zu behandeln seien.

Susanne Knorrs Behandlungsansatz lautet: „Feng Shui im Schlafzimmer.” Erdströme, Wasseradern, schädliche Energien aller Art könnten den Schlaf beeinträchtigen. Erhöhte Schwingungen beeinflussen den Körper. Viele Patienten müssten ihre Betten umstellen, andere die Wände umstreichen oder Spiegel abhängen, um eine gesunde Nachtruhe zu haben. „Man sollte öfter dem Bauchgefühl folgen und nicht so sehr dem Verstand”, heißt ihre Devise zur Bekämpfung der Schlaflosigkeit.
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