Viele Tatvorwürfe gegen einen 32-Jährigen aus Düren

Von: hp
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Die Staatsanwaltschaft wirft einem 32-jährigen Dürener mehrere Straftaten vor. Symbolfoto: Colourbox

Düren. Die Staatsanwaltschaft hat eine ganze Reihe von Tatvorwürfen gegen einen 32-jährigen Dürener aufgelistet: gewerbsmäßigen Betrug, Diebstahl, Hehlerei, Urkundenfälschung, Sachbeschädigung und Verstoß gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Dreh- und Angelpunkt ist eine Garage „Im Großen Tal“. Dort betreibt oder betrieb der arbeitslose Koch eine wie auch immer geartete Werkstatt. Denn nach eigenem Bekunden schraubt er mit großer Leidenschaft an Rollern. Seine Vorliebe gilt den Produkten eines italienischen Herstellers.

Durch das Internet wurde etwa eine heute 47-Jährige aus Mönchengladbach auf den Schrauber aufmerksam. Sie wollte ihr Schätzchen von ihm gründlich restaurieren lassen. Nach zwei Anzahlungen von 200 und 250 Euro hoffte sie im Herbst 2015, ihren flotten Roller wiederzubekommen. Doch der 32-Jährige habe weder auf SMS noch auf einen Einschreibebrief reagiert. Die Folge war schließlich eine Anzeige.

Dies wiederum kann der Hobby-Mechaniker nicht verstehen. Es seien noch weitere Arbeiten nötig und auch besprochen gewesen. Aber die Frau habe nichts mehr von sich hören lassen. In der Zwischenzeit habe er ein neues Handy bekommen, und der Brief sei ihm nicht zugestellt worden – wie auch, denn die Adresse weise auf einen Garagenhof hin, erklärte sein Verteidiger. Der Roller könne abgeholt werden, entweder im jetzigen Zustand oder fertig repariert.

Die Sache mit dem Handy füllte einen weiteren Komplex vor Gericht. Ein ehemaliger Bekannter hatte dem Angeklagten ein Handy zur Nutzung überlassen, dieses jedoch irgendwann zurückhaben wollen. Mit Hilfe eines Kollegen sollte das Mobiltelefon zurückgeholt werden, aber das Treffen endete im Krach, bei dem der Angeklagte angeblich durch eine Gaspistole verletzt worden sei.

Der Schrauber-Kollege warf dem ehemaligen „Freund“ zudem vor, seine Werkstatt bei einem Einbruch leergeräumt zu haben. Bezüglich des bei ihm gefundenen vermeintlichen Diebesgutes sagte der Angeklagte, sein Kollege habe ihm für einen Kredit Bohrmaschine, Winkelschleifer und Schweißer-Maske als Pfand überlassen. Weitere Zeugen sollen nun für mehr Klarheit sorgen.

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