Viele sprechen von einem kleinen Wunder

Von: Stephan Johnen
Letzte Aktualisierung:
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Diese Foto zeigt den „Vaterländischen Frauenverein”, über den nur wenig bekannt ist. Foto: zeigt den „Vaterländischen Frauenverein”, über den nur wenig bekannt ist.

Düren. Die Leser der Dürener Zeitung haben Licht ins Dunkel gebracht: Zahlreiche, teilweise sehr detaillierte Rückmeldungen gab es auf das jüngste Bild unserer Serie „Spurensuche”. Noch nie, sagt Bernd Hahne vom Dürener Stadtmuseum, haben sich so viele Leser beim Museum gemeldet, die einen persönlichen Bezug zum Bild haben.

Die abgedruckte Fotografie zeigte einen vom Bahndamm gestürzten Zug am Dürener Bahnhof. Die starke Resonanz der Leser mag auch daran gelegen haben, dass dieses Unglück nicht allzu weit zurückliegt: Das im Foto festgehaltene Unglück passierte am 16. Dezember 1970.

Das Wichtigste vorab: Außer dem Schaffner Bernhard Prumbach, der in seinem Häuschen im letzten Wagen saß und mit diesem in die Tiefe stürzte, kam niemand zu Schaden. Dass damals sonst niemand verletzt oder gar getötet wurde, bezeichnen viele Leser als „kleines Wunder”, befand sich doch unmittelbar an der Absturzstelle eine Haltestelle der ehemaligen Dürener Eisenbahn AG, an der jetzt die Busse der Dürener Kreisbahn in Richtung Inden abfahren.

Ursache des Unglücks war offenbar menschliches Versagen. Normalerweise, erinnern sich die Zeitzeugen, wurde der Zug, der in Düren eingesetzt wurde, morgens kurz vor sechs über das Gleis der nördlichen Brücke zurückrangiert, um dann in Gleis 3 zur Abfahrt bereit gestellt zu werden. Dazu musste eine Weiche gestellt werden, was am Morgen des 16. Dezembers 1970 wohl nicht rechtzeitig geschah.

Erstaunlich ist, dass dieses Unglück nicht, wie man hätte erwarten können, einen breiten Niederschlag in der Zeitung fand. Geradezu nüchtern berichtete die Dürener Zeitung am Tag danach: „Waggon stürzte sechs Meter tief”. Einen Tag später erinnerte die Redaktion an ein ähnliches Unglück - im Jahre 1931.

Unsere Serie „Spurensuche” geht weiter. Auch heute zeigen wir Ihnen ein Bild, bei dem wir und das Stadtmuseum Ihre Hilfe brauchen. Die Fotografie zeigt den „Vaterländischen Frauenverein”. Auf einer der Milchkannen im Vordergrund ist „Düren” zu lesen. Wer kann etwas zu dem Verein, zu seinen Aktivitäten, zum Zeitpunkt der Aufnahme oder sogar zu den abgebildeten Personen sagen?


Wenn Sie auf dem Bild eine Spur gefunden haben und etwas darüber berichten wollen, können Sie dies dem Museum mitteilen. Die Postanschrift lautet: Arnoldsweilerstraße 38, 52351 Düren.

Bernd Hahne vom Trägerverein ist unter 02421/9488834 oder per E-Mail (bernd.hahne@schloemer.de) zu erreichen. Jeden Dienstag findet zudem ab 18 Uhr ein offener Treff im Museum statt.
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