Viele offene Fragen zum Luftreinhalteplan

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Düren. Die Situation ist schwierig. Auf der Schoeller- und Euskirchenerstraße wird der Grenzwert für Stickstoffdioxid in der Luft überschritten, unmittelbar am Friedrich-Ebert-Platz wurden 2009 sogar die höchsten Werte landesweit gemessen.

Ein Grund: beschleunigende und abbremsende Lkw, ein anderer die Häuserschlucht, die einen Luftaustausch massiv behindert. Bis Ende des Jahres muss deshalb ein Luftreinhalteplan erstellt werden, der wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität aufzeigt. Aber wie? Im Verkehrs- und Bauausschuss herrschte Dienstagabend weitgehend Ratlosigkeit.

Auch die Verwaltung, die mit in der von der zuständigen Bezirksregierung Köln eingesetzten Projektgruppe sitzt, sieht als „Königsweg” der Entlastung nur die möglichst zügige Realisierung der B56n (Ostumgehung). Doch auch wenn mit deren Bau noch Ende des Jahres begonnen wird, für den Luftreinhalteplan kommt sie erst einmal zu spät. Zwar hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz noch keine Verursacheranalyse vorgelegt, doch dürfte der Straßenverkehr die Hauptstickstoffdioxidquelle sein.

„Ein Lkw-Verbot sei aber keine Lösung”, verwies CDU-Sprecher Geuenich auf die fehlenden Alternativen in der Verkehrsführung. Baudirektor Wingels machte aber deutlich, dass es trotz des wohl erforderlichen Maßnahmenbündels nicht ohne eine Verkehrsentlastung gehen wird. Er schlug deshalb vor, mit dem Bau der Ostumgehung im Süden zu beginnen und so schnell wie möglich zumindest den Teilbereich zwischen Tedrive-Werk und B264 fertigzustellen, damit der Schwerlastverkehr abfließen könnte.

Aufschluss über weitere eventuelle Maßnahmen erhofft sich die Bauverwaltung aus der nächsten Projektgruppensitzung, die zwar noch nicht terminiert ist, aber im Frühjahr stattfinden soll. Ziel der Bezirksregierung ist es, noch im ersten Halbjahr die Öffentlichkeit zu beteiligen.
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