Düren - Viele Matchwinner beim Volleyball-Fest

Viele Matchwinner beim Volleyball-Fest

Von: Sandra Kinkel
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Neo Laumann (8, vorne) ist normalerweise als Balljunge bei den Spielen mit dabei. Weil es aber gegen die „Best of Business“ nicht so gut lief, hatte Zuspieler Matt West die Idee, Neo für Bas van Bemmelen einzuwechseln. Und prompt lief es wieder besser für die Powervolleys. Foto: Sandra Kinkel
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Moderiert wurde der Abend von Thorsten Pracht, Redakteur unserer Zeitung (im Interview mit Jaromir Zachrich). Foto: Sandra Kinkel
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Zwischen den Ballwechseln nutze Trainer Anton Brams die Gelegenheit zu Besprechungen. Foto: Sandra Kinkel
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In einer Satzpause überreichte Peter Borsdorff (r.) dem 17-jährigen Roman Pollmeier einen Scheck in Höhe von 21.100 Euro. NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider (l.) ist begeistert.

Düren. Eins ist klar: Powervolleys-Coach Anton Brams ist ein Erfolgstrainer. Er will gewinnen. Mit seinen Powervolleys, aber eben auch mit jedem anderen Team, das er trainiert.

Auf Einladung von Net Aachen und unserer Zeitung hat am Samstagabend in der gut besuchten Halle des Burgau-Gymnasiums in Düren beim „Volleyball-Neujahrsempfang“ unter dem Motto „It‘s Derby Time“ die Mannschaft „Best of Business“ gegen die Powervolleys gespielt.

24 Männer und eine Frau, die allesamt in Unternehmen der Region arbeiten und sich für die außergewöhnliche Aktion beworben haben, haben zweimal mit Anton Brams und Karolina Bednarova von den „Powervolleys“ trainiert. Und das offensichtlich erfolgreich: Äußerst knapp mit 37:35, 26:24 und 4:15 hat „Best of Business“ gegen die Powervolleys gewonnen. Und die Zuschauer erlebten ein einmaliges Volleyball-Fest.

Das ist die Härte

Die „Powervolleys“ waren in Bestbesetzung angetreten. Spielmacher Jaromir Zachrich nannte die Partie „einen ersten Härtetest in der kurzen Winterpause“. Und warnte seinen Trainer, der kurzzeitig die Seiten gewechselt hatte, auch gleich vor: „Es kann heute durchaus passieren, dass einer unserer Bälle aus Versehen ins Aus geht. Ins Trainer-Aus...“ Brams konterte und kündigte an, dass seine Mannschaft mindestens 60 Punkte holen werde (am Ende waren es sogar 67), und versprach zudem, mit besonders talentierten Spielern seiner neuen Mannschaft nach dem Spiel in Vertragsverhandlungen einsteigen zu wollen.

„Die Aktion ist einfach mega-cool“, sagt Alexander Bergrath (20), der gerade eine Ausbildung als Groß- und Einzelhandelskaufmann macht. „Ich spiele sonst nicht Volleyball, aber ich bin mit Dennis Barthel von den ‚Powervolleys‘ befreundet. Ich finde es toll, gegen ihn spielen zu können.“ Im 2. Satz war Bergrath plötzlich sogar mit Barthel in einer Mannschaft. Der 19-Jährige wechselte kurzerhand die Seiten, als er sah, dass seine „Powervolleys“ auf der Verliererseite stehen.

„Dennis“, ließ Jaromir Zachrich das natürlich nicht unkommentiert, „jetzt bist Du raus!“ Was auf den ersten Blick ernst klang, war für alle natürlich ein riesengroßer Spaß. „Ich finde es toll, wie locker die Jungs sind“, sagte Philipp Ferebauer (18), der für „Best of Business“ auf dem Platz stand. „Das ist ein unglaubliches Erlebnis, das ich so schnell wohl nicht mehr bekomme.“ Beim ersten Aufschlag, schmunzelte Ferebauer, sei er ziemlich nervös gewesen. „Ich spiele in keiner Mannschaft Volleyball. Und als dann alle auf mich geguckt haben, war das schon sehr aufregend.“

Aufregend war der Abend auch für Roman Pollmeier aus Hambach. Der 17-jährige Schüler der Gesamtschule Niederzier/Merzenich ist mit einer „Infantilen Zerebralparese“ auf die Welt gekommen, leidet an Spastiken und kann nicht gut laufen. Roman träumt von einem Auslandsschuljahr in den USA, das er und seine Eltern komplett selbst finanzieren müssen. Von Peter Borsdorff hat Roman am Samstag einen Scheck über 21100 Euro bekommen. Jetzt steht dem Auslandsschuljahr (über 10.000 Euro kostet allein die Arbeit einer professionellen Agentur, die den Aufenthalt in Amerika organisiert) nichts mehr im Wege.

„Danke für alles“, sagte Roman. „Ich bin total überwältigt.“ Auch der komplette Erlös des „Volleyball-Neujahrsempfangs“ (die genaue Höhe steht noch nicht fest) wird Borsdorffs Aktion „Running for Kids“ zufließen. Damit soll eine neu gestartete Hilfsaktion für vier junge Leute aus der Region unterstützt werden, die vor einer schwierigen Operation oder komplizierten Therapie stehen. „Ich kann keine Namen nennen“, so Borsdorff. „Ich möchte die Familien überraschen. Aber jedem möchte ich mit 15.000 Euro helfen.“

Da kommt der Erlös aus „It‘s Derby Time“ Recht. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Speisen und Getränken in der Halle geht an Borsdorffs Aktion, für jeden Punkt von „Best of Business“ hat NetAachen-Geschäftsführer Andreas Schneider fünf Euro versprochen. Wie gut, dass Anton Brams ein Erfolgstrainer ist...

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