„Viele Leckerbissen” bei den Kulturtagen

Von: Christoph Hahn
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Kunst hilft helfen: Aktive des
Kunst hilft helfen: Aktive des Lions-Clubs Marcodurum Düren und Vertreter von Institutionen, die durch das Clubeigene Hilfswerk unterstützt werden, stellten gestern im Rathaus der Kreisstadt das Programm der Kulturtage auf Schloss Burgau vor. Foto: Hahn

Düren. Eigentlich können sie es nicht mehr erwarten: Bürgermeister Paul Larue und die Vorstandsmitglieder des Lions-Clubs Marcodurum Düren freuen sich wie die Schneekönige auf die Kulturtage vom 9. bis zum 25. März auf Schloss Burgau.

Der Chef im Rathaus mochte dann auch bei der offiziellen Vorstellung des Programms am Donnerstag in der Verwaltungszentrale der Stadt seine gespannte Erwartung nicht verhehlen und sah schon mal „gute Aussichten auf ein kulturelles Highlight”.

Marcodurum-Präsident Hagen Monath betrachtete die Folge der Veranstaltungen gewissermaßen kulinarisch und äußerte ahnungsvoll: „Die Kulturtage versprechen viele interessante Leckerbissen.” Besonders am Herzen liegt Monath die Reihe „Dürener Köpfe”, in der fünf Künstler mit Wurzeln in der Kreisstadt ihre Werke präsentieren. Hier und bei den anderen Veranstaltungen schöpfen der Präsident und die Seinen aus eigenem Erleben: „Wir wollen unsere Freude an Kunst und Literatur mit anderen teilen.”

Mehr oder minder szenische Lesungen, ein Jazz-Konzert mit Lokalmatador Wolfgang Breuer und seinen Freunden, die „Köpfe”-Ausstellung, der Familiensonntag mit buntem Programm und dazu die „Come together”-Nacht am 17. März als Benefiz- und gesellschaftliches Ereignis von Rang (die Karten sind schon jetzt so gut wie weg): Die Liste der Ereignisse wirkt vielversprechend.

Wichtig ist den Machern aber nicht nur, dass es auf Burgau Kultur vom Feinsten (und das auch noch reichlich) gibt. Es gilt nicht nur der Kunst - in Düren spielt auch das Einwerben und Weiterleiten von Geldmitteln für soziale Institutionen eine große Rolle. Und da die Euros von Gebern wie der Sparkasse und anderen Spendern bei den Lions ebenso schwer wiegen wie die kulturellen Werte und Darbietungen, kommt Fred Kessel ins Spiel.

Der ist nicht nur Activity-Beauftragter von Marcodurum, sondern auch Vorsitzender des Clubeigenen Hilfswerkes. Als solcher ist er vor allem auf eine Tatsache stolz: „Wir haben unsere Gelder voll von den Sponsoren an die Zuwendungsempfänger weitergereicht.”

Zu diesen „Zuwendungsempfänger” gehören einige der angesehensten Einrichtungen wie etwa das Jugendamt der Stadt (dessen Leiter Berthold Becker hofft auf eine erkleckliche Finanzspritze für das sommerliche Ferienlager am Baggersee) und das Berufsförderungswerk, wo Geschäftsführer Hans Joachim Zeißig und die Teamleiterin für Serviceangebote, Katharina Müller, mit den Lions-Mitteln Sportangebote für Blinde und Sehbehinderte sichern wollen.

Auch ein Mann aus den eigenen Reihen hofft auf gute Einnahmen bei den Kulturtagen: Reinhold Gilsbach verwaltet den so genannten Feuerwehrfonds, mit dem die Lions-Aktiven und ihre Unterstützer aus der Wirtschaft von jetzt auf gleich Menschen in ganz besonderen Notlagen helfen.

Ähnlich hoffnungsfroh blickt auch Stefan Knodel vom Heinrich-Böll-Haus in Kreuzau-Langenbroich auf die Kulturtage. Zwei Menschen, die auf ihrer Flucht vor Bürgerkrieg und Unterdrückung im einstigen Domizil des Schriftstellers Böll am Rande der Eifel Obdach gefunden haben, werde zudem am 15. März (19 Uhr) dem Publikum eine Anschauung davon verschaffen, dass die Unterstützung des Marcodurum-Hilfswerks existenziell wichtig sein kann: Denn die syrische Journalistin Rula Assad und ihr chinesischer Kollege Chang Ping haben hier auf ihrer Flucht vor Diktatoren Asyl gefunden.

Mit anderen Worten: Wer den Organisatoren der Kulturtage unter die Arme greift, hilft auch ihnen..
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