Viele Geyer wollen das neue Baugebiet nicht

Von: bel
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Protest: Ingo Schwarz (2.v.r.) überreicht Bürgermeister Axel Buch gemeinsam mit Dr. Karin Michel (l.) 254 Unterschriften der Anwohner-Initiative Gey. Foto: bel

Hürtgenwald. Mit Akten bepackt erschienen sie auf der Gemeindeverwaltung Hürtgenwald in Kleinhau und überreichten Bürgermeister Axel Buch Unterschriftenlisten mit 254 Namen.

Sie, das waren Vertreter der Anwohner-Initiative Gey, Ingo Schwarz und Dr. Karin Michel, die vehement gegen das neue Baugebiet C4 protestierten. Die Unterschriften sollen ihrer Forderung Nachdruck verleihen, dass die Gemeinde von der Erschließung des umstrittenen Baugebiets Abstand nimmt.

Kein Bedraf vorhanden

Ingo Schwarz betonte: „Wir wollen das Baugebiet nicht, weil überhaupt kein Bedarf vorhanden ist!” Dem stimmte seine Mitstreiterin Michel zu: „Schauen wir uns die demografische Entwicklung in Deutschland an, dann werden diese Grundstücke erst gar nicht verkauft.”

Ältere Leute ziehen wieder zurück in die Städte, der Kaufpreis für diese recht großzügig geschnittenen Grundstücke und die daraus resultierenden Anliegerkosten seien so hoch, dass sie in Zeiten des kleinen Geldes nur brach liegen bleiben könnten. Junge Leute, junge Familien könnten diese Kosten in der Regel nicht aufbringen, sind die Vertreter der Initiative überzeugt.

In der Ortschaft Gey, so ein weiteres Argument, gebe es Baulücken genug. Diese sollten zuerst bebaut werden, damit nicht ein größerer Flickenteppich entstehe. Sollten die Baupläne durchgesetzt werden, befürchtet die Anwohner-Initiative eine „unerträgliche Verkehrsbelastung durch große Baufahrzeuge”.

Bürgermeister Axel Buch versprach, die Unterschriften mit den entsprechenden Forderungen in den Bauausschuss weiterzuleiten. Er zeigte Verständnis für die Bedenken der Initiative.

Man werde sie prüfen. Die andere Seite der Medaille zeige aber die Interessen der Eigentümer dieser Grundstücke, die verkaufen wollen, und des Investors, der gerne an diesem Platz bauen wolle. Es sei wieder das alte Spiel von Angebot und Nachfrage, das zu einem Ausgleich gebracht werden müsse.
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