Viele Bücherschätzchen in der Festhalle

Von: bel
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Johannes Kreitz (l.) stellte die Fotos seines Vaters unter dem Motto „Kreuzau einst und heute“ aus. Foto: bel

Kreuzau. Die Erfolge in den vergangenen Jahren hatten den Heimat- und Geschichtsverein Kreuzau bewogen, in der kleinen Festhalle wieder eine Bücher- und Ansichtskartenbörse zu veranstalten. Auf langen Tischreihen hatten Privatleute ihre alten Bücherschätzchen aufgebaut.

Der Heimat- und Geschichtsverein bot Jahrbücher des Kreises und der Eifel aus vielen Jahrzehnten an. Hoch interessant war auch ein Buch, in dem 80.000 Totenzettel verewigt sind. Kartonweise standen da aus privater Hand und aus dem Schatz des Geschichtsvereins Bücher und Schriften, die etwas über die Geschicke Kreuzaus, seiner Umgebung und der gesamten Region erzählen. Neben den Büchern konnten die Besucher in alten Postkarten, Aktien, Notgeld, Münzen und anderen Hinterlassenschaften der Vorfahren stöbern.

Ein separates Schätzchen hatte Johannes Kreitz aufgebaut. Auf großen Stelltafeln hatte er Bilder, Fotos und Ansichtskarten angebracht, die den Zentralort „Kreuzau heute und einst“ dokumentieren. Die Sammlung stammt von Josef Kreitz, dem Vater von Johannes Kreitz, der diese Ausstellungsstücke zum ersten Mal 1976 anlässlich der 1. Kreuzauer Kulturwoche präsentiert hatte.

Die Gäste waren beim Betrachten der Bilder von und während des Krieges und ihren Pendants heute begeistert. „Schau, die Burg Kreuzau!“, konnte man da hören, „da hat sich aber nicht viel verändert.“ Kein Wunder, waren die Gebäude im Zweiten Weltkrieg doch recht wenig in Mitleidenschaft gezogen worden. Das sah bei der Pfarrkirche St. Heribert anders aus. Da stand die Kirche unversehrt, dann im Krieg heftig zerstört, mit einem „Notturm“, und dann heute wieder in voller Pracht. Minutiös sind die Heiligenfiguren abgelichtet.

Jetzt wissen die Besucher der Ausstellung auch, welches Gebäude dort, wo schon über sieben Jahrzehnte zwei Torsäulen, Anfang Kreuzau aus Richtung Drove kommend, stehen: Sie markieren die ehemalige Toreinfahrt der Villa Hoesch. Pferdefuhrwerke fahren an einer seichten Stelle durch die Rur, Reste eines alten Viadukts, nach dem Krieg Spielplatz für viele Kinder, sind zu sehen. Baumalleen säumen schmale Landsträßchen.

Bilder von der „Kinderverwahranstalt“, der alten Turnhalle und der alten Schule ließen ältere Leute in der Festhalle in Erinnerungen schwelgen. Herbert Macherey bot einen besonderen Dienst an. Er informierte Gäste, wie der Verein ihnen bei der Ahnenforschung helfen kann.

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