Viel Optimismus beim Benefizkonzert

Von: Anneliese Lauscher
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Ein Fest für alle Generationen: Beim „Benefizkonzert für den Saal“ im Stiftsaal in Wollersheim dominieren kölsche Töne. Künstler hoffen, Karneval wieder im Bürgersaal feiern zu können. Foto: Anneliese Lauscher

Wollersheim. Als am 18. Juni dieses Jahres das Bürgerhaus in Wollersheim einem Brand zum Opfer fiel, war dies für das ganze Dorf ein Schock. Der Saal in der Zehnthofstraße war der zentrale Platz für die Dorfvereine. Hier wurde beispielsweise Tischtennis gespielt und für den Karneval trainiert, der Kirchenchor probte hier und der Geschichtsverein bewahrte sein Archiv auf.

Nun hängt an der Eingangstür ein Schild: „Betreten verboten“. So kann es nicht bleiben, das war schnell klar. Vom Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft, Marc Nagelschmidt, war zu erfahren, dass zwar die Gebäudeversicherung für die Brandschäden aufkommen wird. „Jedoch müssen sich die Vereine vorübergehend eine andere Bleibe suchen, und dadurch entstehen Kosten“, erklärt er.

Das ganze Dorf auf den Beinen

Ein „Benefizkonzert für den Saal“ wurde geplant. Dieses lockte am Wochenende viele Besucher an. Für das Konzert nutzten die Wollersheimer den Stiftshof, wo sich die Außenstelle Nideggen des LVR-Amtes für Bodenpflege befindet. Im herrlichen Innenhof herrschte vom Nachmittag an reger Betrieb. Offensichtlich war bei dem schönen Wetter das ganze Dorf auf den Beinen.

Eine Überraschung gelang einem Quintett direkt zu Beginn des Benefizkonzerts: Fünf recht bekannte Männer aus dem Ort bildeten die „Band ohne Namen“ und sangen das Bläck-Fööss-Lied „Unsere Stammbaum“; Marc Nagelschmidt, Friedhelm Weinert, Stephan Claßen, Karl-Heinz Latz und Elmar Müschen begeisterten sofort die vielen Menschen.

Marc Nagelschmidt begrüßte die großen und kleinen Wollersheimer und berichtete von der großen Motivation und dem Eifer, mit dem das „Benefizkozert für den Saal“ vorbereitet wurde. „Alle vermissen unseren Saal, und ich sehe es als Ausdruck des Zusammenhalts, dass sich so viele einbringen und so viele gekommen sind“, sagte er. Er wünschte den Besuchern des Konzerts „ein grandioses Fest“.

Die kölsche Tön dominierten in einem fast siebenstündigen Programm, das von Marc Nagelschmidt und Holger Quast moderiert wurde; bekannte Sänger und Sängerinnen sowie Stimmungsmacher wie zum Beispiel die Domstürmer aus Köln traten auf, ebenso „Dat kütt jood“ aus Kreuzau und die „Bremsklötz“ aus Birkesdorf. Sie versprühten im Stiftshof Lebensfreude und jede Menge Optimismus.

Und das Publikum sang eifrig mit und freute sich und spendete immer dann am stärksten Applaus, wenn die Künstler riefen: „Wir wollen wieder mit Euch in Eurem Saal Karneval feiern!“

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