Vibraphonist Matthias Strucken und das „Milt Jackson-Project”

Von: Hannes Schmitz
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Ein erstklassiger entspannter
Ein erstklassiger entspannter Jazzabend mit dem Vibraphonisten Matthias Strucken. Foto: Schmitz

Düren. Ein vitales Geburtstagsständchen: „Planet Jazz In Concert” präsentiert im Rahmen der Jubiläumskonzerte „20 Jahre - Haus der Stadt” den diplomierten Vibraphonisten Matthias Strucken. Gemeinsam mit Martin Sasse (Piano), Henning Gailling (Kontrabass) und Leif Battermann (Drums) brachte der in Köln lebende Künstler fetzige Musik ins Foyer.

Von der Bühne, die diesmal anders aufgestellt war und für bessere Akustik sorgen sollte, kamen Blues, Funk und Soul. Es war hörenswert, was das Quartett ablieferte. Die Stücke ließen viel Raum für Interpretationen und Improvisationen.

Angesichts der Geschwindigkeit mit der Matthias Strucken die Schlägeln benutzte, konnte dem Publikum Sehen und Hören vergehen. Man lauschte den Soli, fokussiert auf den Vibraphonisten, der nicht nur elegant und mit feinsinnigem Witz durch das Programm führte, sondern vor allem deutlich machte, welche Klangvielfalt in diesem Instrument steckt. Manchmal hart im Blues und dann wieder voller Sanftheit in den Balladen: Matthias Strucken spielte sein Instrument in einer spannenden, ausdrucksvollen Art, so dass selbst „Jazz-Hits” eine neue Faszination ausstrahlten.

Vor allem Kompositionen wie „Close enough for Love”, „Fungi Mama”, „Workout” oder „Groove merchant” machten eins klar: Matthias Strucken spielte nicht nur nach, sondern brachte eigene Ideen ein. Kongeniale Partner hatte er mit dem Bassisten Henning Gailling, der erstklassige Soli seinen Basssaiten entlockte, dem dezent aufspielenden Schlagzeuger Leif Battermann und dem Pianisten Martin Sasse, der die Töne und Betonungen an den richtigen Stellen setzte.

Mit seinem „Milt Jackson-Project” legte Matthias Strucken vor allem den Schwerpunkt auf die Musik, die der amerikanische Vibraphonist in den 1970ern bis 1990ern mit Künstlern wie Oscar Peterson, Monty Alexander oder Ray Brown gespielt und veröffentlicht hatte. Mit dem Modern Jazz Quartett, zu dessen Mitbegründern der Jazz-Vibraphonist Milt Jackson gehörte, habe der Auftritt nichts zu tun, erklärte der Protagonist von der Bühne, der einen besonderen Bezug zu Düren hat: Mit dem Dürener Professor Wolfgang Breuer begleitet er Literaturlesungen der Schauspielerin Marita Breuer.
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