Vettweißer Schulproblem: Es geht nicht nur um nackte Zahlen

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Vettweiß. Es geht nicht nur um die nackten Zahlen. Es geht um mehr. Die nackten Zahlen der Projektgruppe Bildung und Region aus Bonn besagen, dass nach ihrer Meinung die beste Lösung für das Vettweißer Hauptschulproblem eine Kooperation mit den Gemeinden Nörvenich und Kreuzau ist.

Denn die Anmeldezahlen in den drei Kommunen sprechen eine deutliche Sprache: Nur elf Schüler wollen die Nörvenicher Hauptschule besuchen. Ebenfalls nur elf Jungen und Mädchen präferieren die Vettweißer Hauptschule. In Kreuzau sind es gar nur sechs Schüler, die die Hauptschule als weiterführende Schule erkoren haben.

So sieht die Projektgruppe aus Bonn als beste Lösung für das Vettweißer Hauptschulproblem, weil auch längerfristig möglich, eine Gemeinschaftsschule für die drei Kommunen mit einem Standort in Kreuzau, da dort das Raumangebot in Haupt- und Realschule zur Verfügung steht. Auch sagt die Projektgruppe anhand der Zahlen, dass Kreuzau kooperieren müsse, weil es aus eigener Kraft keine dreizügige Gemeinschaftsschule mehr stemmen könne.

Anderen Möglichkeiten wie eine Gemeinschaftsschule Vettweiß/Nörvenich oder gar einen Fortbestand allein der Vettweißer Schule räumen die Bonner keine Zukunftsaussichten ein. Aufmerksam vernahmen am Montagabend die Mitglieder des Schulausschusses der Gemeinde Vettweiß die Aussagen zum Schulentwicklungsplan für ihre Gemeinde.

Ihnen folgen wollen die Politiker aber nicht, wie aus den Diskussionsbeträgen deutlich wurde. Die Sozialdemokraten favorisieren weiter eine Gemeinschaftsschule mit den Standorten Nörvenich und Vettweiß, die Christdemokraten betonten, dass sie bei ihrem „Ja” zur Hauptschule im Zentralort bleiben.

Dass es eben nicht nur um nackte Zahlen geht, verdeutlichte Bürgermeister Josef Kranz: Er verwies auf die unterschiedlichen Verflechtungen. Beispiel: Ein Kind aus Wissersheim oder Binsfeld werde kaum nach Vettweiß oder Kreuzau zur Schule gehen, eher nach Düren oder Erftstadt. Und so verwies der Bürgermeister auch auf den Schulentwicklungsplan des Kreises, der abgewartet werden soll.

Zunächst aber gilt zumindest für Kranz und CDU: Die Vettweißer Hauptschule soll bestehen bleiben. Zumindest für die nächsten Jahre.
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