Verwundbar und verletzlich: Pit Goertz präsentiert seine Arbeiten

Von: mie
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Pit Goertz (rechts) zeigt seine Kunst in der Galerie Heidbüchel. Foto: Alina Miebach

Dueren. Pit Goertz, künstlerischer Leiter von Schloss Burgau, widmete sich nach seinem Studium der Bildhauerei in den 1970er Jahren der Kunst. Er beschäftigt sich mit seiner Umwelt, ist aber auch von seinen jahrelangen Erfahrungen mit Flüchtlingen beeinflusst.

So entstanden in den vergangenen 13 Jahren viele skulpturelle, figurale und gegenstandslose Werke. „Mich inspiriert die Vermischung von Neuem und Altem“, betont Goertz. Geprägt sind seine Werke von einer Symbolik des Wachstums oder der Bewegung. „Ich habe in einem Bild alte Zinkbleche eingebaut und diese mit Ölkreide bemalt. Überall steckt eine Geschichte dahinter, wenn nicht sogar ein Zyklus von Gedanken, Erfahrungen und Eindrücken“, erklärt Goertz. Bei der skulpturalen Arbeit vermischt er beispielsweise das Material eines Industrieofens mit Lärchenholz – beeinflusst von dem Film „Full Metal Jacket“.

Soldaten sind dabei nicht nur bewaffnet, sondern auch gleichsam verwundbar. „Jeder, der meine Kunstwerke betrachtet, soll selbst eine individuelle Interpretation vornehmen und so die Intention verstehen lernen.“ Außerdem befinden sich einige figurale Elemente in der Ausstellung, die sich mit der Flüchtlingsthematik auseinandersetzen. Dabei geht es ihm nicht um eine „Betroffenheitssystematik“. Er verwendet in diesen Werken ausschließlich Papier, um die Verletzlichkeit der Flüchtlinge zu untermalen. Die Unikate können in der Dürener Galerie von Bernd Heidbüchel noch bis Ende März bewundert werden und bieten einen breiten Interpretationsspielraum für alle Interessenten.

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