Verwirrend vielseitig: Ewald Blaesers Werke

Von: Bruno Elberfeld
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Ewald Blaeser
Ewald Blaeser blickt mit seiner Ausstellung im Dürener Tor auf drei Jahrzehnte künstlerischen Schaffens zurück. Foto: Elberfeld

Nideggen. Der Besucher des Dürener Tors wird in den nächsten zwei Wochen mit Recht verwirrt sein. Skulpturen aus den verschiedensten Materialien sind dort zu sehen, an den Wänden klein-, mittel- und großformatige Gemälde mit Acryl und Öl auf Leinwand, Metall und Papier.

Die Motive reichen aus einer religiösen Phase mit christlichen Symbolen bis hin zu den Darstellungen menschlicher Körper, ganzheitlich oder auch als Torsi. „Ich bemale und bearbeite alles, was nicht schnell genug weg ist”, lautet die Devise Ewald Blaesers. Dabei empfindet der Künstler tiefe Zufriedenheit, wenn es ihm gelingt, verschiedene Materialien in Einklang zu bringen.

Er badet gleichsam in der Vielfalt der Formen, Farben und Materialien. Ewald Blaeser, stolzer Besitzer einer Kunstschule in Kleinhau, legt Wert darauf, im Dürener Tor keine Themenausstellung zu betreiben, sondern eine „Retrospektive” auf 30 Jahre künstlerischen Schaffens.

Hat der Besucher das erkannt, kann er mit den Kunstwerken in einen fruchtbaren Dialog treten. Blaeser nennt die alten Meister seine Vorbilder, mit Künstlern wie Joseph Beuys hat er seine persönlichen Schwierigkeiten. Gabriele C. Berndt, Präsidentin des „Europäischen Zentralverbandes Bildender Künstler und Literaten (EZBKL)”, wertete in der Einführung in das Werk Blaesers die Ausstellung als hochkarätig.

„Es ist schon eine große Leistung”, sagte Berndt, „wie der Grafiker, Maler und Bildhauer Blaeser Fragmente verschiedener künstlerischer Epochen in Harmonie verbindet.” Die Werke des Künstlers, fuhr die Laudatorin fort, seien gnadenlos kompromisslos. Sie regten den Betrachter unmittelbar zum Nachdenken an, wenn da plötzlich einfache Dinge in den Bildern rätselhaft erscheinen.

Berndt lobte das vielfältige Können des Ausstellers, die „sichere Beherrschung der Fläche” und die ungeheure Exaktheit in der Darstellung. Dem Vorsitzenden des Kunst- und Museumsvereins, Peter Esser, oblag die Aufgabe des Biografen. In teils witziger Form ließ er das bewegte Leben Blaesers passieren.

Begrüßt wurden die zahlreichen Ausstellungsbesucher von der Bürgermeisterin der Stadt Nideggen, Margit Göckemeyer. Die Kunstwerke sind bis Sonntag, 22. November, im Dürener Tor zu sehen, und zwar donnerstags, samstags und sonntags von 14 bis 18 Uhr.
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