Düren - Verurteilt: 56-Jährige bringt Falschgeld in Verkehr

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Verurteilt: 56-Jährige bringt Falschgeld in Verkehr

Von: hp
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Düren. Ausgerechnet am Einzahlungs-Automaten ihrer Bankfiliale in der Innenstadt zahlte eine 56 Jahre alte Frau gefälschte Geldscheine ein.

Die gebürtige Kenianerin wohnte damals bei ihrem Freund in der Rurstadt, lebt aber inzwischen wieder in Aachen. Die Staatsanwaltschaft hatte die Frau zunächst wegen Geldfälschung (§ 146 Strafgesetzbuch) angeklagt, im Laufe des Prozesses vor dem Dürener Schöffengericht aber die Vorwürfe dahingehend geändert, dass ihr „nur“ das Inverkehrbringen von Falschgeld (§ 147) juristisch zur Last gelegt wurde.

Sieben gefälschte Scheine

Im Oktober 2014 hatte die 56-Jährige innerhalb von drei Tagen drei Mal den Geldautomaten ihrer Bankfiliale aufgesucht und insgesamt sieben gefälschte 500-Euro-Banknoten eingezahlt. Die erste „Blüte“ wurde an einem Sonntag kurz vor 19 Uhr eingeliefert, zunächst auch gutgeschrieben, dann aber als Fälschung erkannt und zurück gebucht. Zwei Tage später erfolgten am Vormittag zunächst vier und eine Minute später zwei Geldschein-Einlieferungen falscher 500er.

Zur Herkunft der Blüten präsentierte die 56-Jährige eine geradezu abenteuerliche Geschichte. Sie sei donnerstags in der Nähe des Aachener Spielcasinos von einem unbekannten Mann angesprochen worden, der sie gefragt habe, ob sie ihm zwei 500-Euro-Geldscheine in kleinere Banknoten wechseln könne. Die Bank habe bereits geschlossen und am Freitag, einem Feiertag, hätte er auch keine Gelegenheit, das Geld zu wechseln. Da sie für den Kauf einer Küche zufällig 3600 Euro in 50er- und 100er-Scheinen in einem Briefumschlag bei sich hatte, habe sie dem Unbekannten insgesamt 3500 Euro gewechselt.

Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richterin Christine Pinkpank verurteilte die in den Jahren 2009 und 2012 wegen Betrugs und Urkundenfälschung verurteilte Frau wegen Inverkehrbringens von Falschgeld zu einer Bewährungsstrafe von sechs Monaten.

Das Gericht sei davon überzeugt, dass die Angeklagte nach der ersten Einzahlung bereits Zweifel an der Echtheit des Geldscheines gehabt habe, nachdem sie an einer Tankstelle erfahren hatte, dass ihr Konto nicht ausreichend gedeckt war. Trotzdem habe sie noch zweimal Blüten nachgelegt. Das Urteil ist rechtskräftig.

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