Verteilung von Millionen an Schulen ist fix

Von: inla
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Ersetzen Tafeln in Klassen: die sogenannten Whiteboards. Foto: dpa

Düren. Die Sitzung dauerte nur 20 Minuten, dann waren 11,5 Millionen Euro an Dürens Schulen verteilt. Das Geld kann in den nächsten vier Jahren ausgegeben werden – für den Um- und Ausbau der Gebäude, aber auch für den Kauf digitaler Technik.

Die rot-grüne Landesregierung stellt das Geld bereit, zinslos und tilgungsfrei. Die Kommunen können frei darüber verfügen, einzige Bedingung: Es muss für Schulen sein. Natürlich ist das Geld in Düren nicht wirklich in 20 Minuten verteilt worden. Zunächst hat die Stadtverwaltung eine Liste erarbeitet, die mehr als 60 Punkte umfasst und zahlreiche Schulen mit Summen zwischen 30.000 und einer Million ausstattet. Die „Ampel“-Koalition hat wie auch die CDU eine Liste mit eigenen Vorschlägen vorgelegt. In einem Gespräch vor der Sitzung am Donnerstagabend trafen sich Spitzenvertreter der beiden Lager und handelten eine gemeinsame Liste aus, auf die sie sich später im Rathaus einmütig einigten – in 20 Minuten.

Danach werden aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ 2 Millionen Euro in die digitale Ausstattung der Schulen gesteckt. Die einzelnen Schulen können selbst entscheiden, wie sie das Geld verwenden. Möglicherweise richtet sich der Anteil, den jede Schule erhält, nach der Schülerzahl, das aber ist nicht sicher. Die Schulen können nun in schnelle Netze oder moderne Techniken wie Whiteboards, also „Tafeln“, die mit einem Computer verbunden sind, investieren. Nicht nur über diese Summe herrscht Einigkeit zwischen SPD, Grünen, Linken und FDP sowie der CDU, sondern auch über die Einrichtung eines Bewegungszentrums, das der Kreissportbund betreiben wird.

In dem Zentrum werden Kinder und Jugendliche mit Blick auf Talente und Fähigkeiten getestet und gefördert. 200 000 Euro stellen die Parteien zur Verfügung. 1,2 Millionen Euro gehen auf Wunsch der „Ampel“ in den Ausbau der Anne Frank-Gesamtschule, 300.000 auf Geheiß der CDU in die Sanierung der Heinrich Böll-Gesamtschule. Die Einrichtung im Osten Dürens kann seit zwei Jahren nur noch vier Eingangsklassen statt bisher fünf Klassen anbieten. Das wird sich mit der Sanierung ändern. 500.000 Euro fließen in den weiteren Ausbau von Plätzen für Offene Ganztagsschulen. Derzeit gibt es in Düren über 800, wenn es nach der CDU geht, werden es mehr als 1000. Diese Posten müssen freilich gegenfinanziert werden, weil sie in der von der Stadt vorgelegten Liste nicht auftauchen. Es geht um 3,2 Millionen Euro.

„Ampel“ und CDU wollen alle vom Rathaus aufgeführten Posten unterhalb von 100.000 Euro nicht über das Programm „Gute Schule“, sondern über den regulären Haushalt finanzieren. Das gilt auch für eine Investition für die Hauptschule Burgauer Allee (730.000 Euro) und für die Modernisierung der naturwissenschaftlichen Räume des Gymnasiums am Wirteltor (1 Million). Mit der Sanierung soll am Wirteltor-Gymnasium nächstes Jahr begonnen werden.

Baudezernent Paul Zündorf sagte, die gemeinsame Änderungsliste der Parteien sei akzeptabel. Zufrieden äußerten sich auch die Fraktionsspitzen, die jeweils ihre Präferenzen und Wünsche berücksichtigt sehen.

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