Verlierer gibt es in der Akkordeon-Hochburg nicht

Von: Christoph Hahn
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Düren. Ein Gedränge wie in mancher Bahnhofshalle nicht - das herrschte am Wochenende beim Regionalwettbewerb von „Jugend musiziert” in der Musikschule Düren. Dort traten hoffnungsvolle junge Blech- und Holzbläser sowie Streicher und Akkordeonisten miteinander in den Wettbewerb um die Qualifikation zum nordrhein-westfälischen Landeswettbewerb vom 25. bis zum 29. März in Münster.

Hoffnungsvolle Anspannung stand den Junioren ins Gesicht geschrieben. Aber nicht nur ihnen: Eltern, Großeltern, Geschwister und - nicht zu vergessen - Musiklehrer waren mitgekommen und halfen den 110 Kandidaten im Alter zwischen fünf und 20 Jahren, den Stress zu meistern. Den gar nicht erst aufkommen zu lassen war nicht nur das Bestreben der Juroren, ausnahmslos erfahrene Pädagogen, sondern auch das Anliegen von Nadine Klugmann.

Die Studentin für das Lehramt an Grundschulen bemannte den Infostand in der Eingangshalle und hatte für An- wie für Abreisende stets ein gutes Wort parat. Die angehende Lehrerin, die ehedem auch bei „Jugend musiziert” mitgemacht hat, war ihr Dienst zugleich ein Weg, sich für das alles zu revanchieren, was sie dem Wettbewerb und der Dürener Musikschule verdankt - und auch der heutigen Leiterin, die dem Haus schon lange verbunden ist und es nicht zuletzt schon dieser Zeit - teils zusammen mit ihrem Vater - zu einer Akkordeon-Hochburg entwickelt hat. „Andrea hat mir so viel gegeben”, formuliert es Nadine Klugmann knapp.

Auch Andrea Nolte verbindet mit „Jugend musiziert” eine lange Geschichte: „Ich habe schon im Alter von sieben Jahren mitgespielt.” Seit 15 Jahren - der Leiterposten, auf dem sie 2010 Johannes Esser abgelöst hat, war damals noch lange nicht in Sicht - organisiert sie den Teil des Regionalwettbewerbs Aachen, der in der Kreisstadt über die Bühne geht.
Den Reiz des Mitmachens sieht Nolte vor allem in einem Punkt: „Zu sehen: Wo stehe ich?” Worauf die Juroren achten, weiß die erfahrene Koordinatorin natürlich ganz genau: Ist das Zusammenspiel sauber und harmonisch? Kann die Interpretation für Zuhörer spannend wirken? Das sind nur einige der wichtigen Punkte, um die es bei „Jugend musiziert” in Düren geht.

Im Saal herrscht derweil große (An-)Spannung. Die kleinen und die heranwachsenden Teilnehmer mühen sich redlich und spielen, als gelte es in just jenem Moment alles zu entscheiden. Doch nicht nur der Einsatz und die Beherrschung der Instrumente stimmen: Spielwitz und Inspiration sind bei denen, die da mit Querflöte, Geige oder anderen Instrumenten antreten, immer wieder zu spüren. Es herrscht überhaupt ein olympischer Geist: Dabei sein ist alles. Falls dann noch die Qualifikation für die nächsthöhere Ebene herausspringt - um so besser. So gibt es im Grunde in der Musikschule Düren nur eines nicht: Verlierer nämlich.

Etliche glückliche Gewinner und Weiterleitung an den Landeswettbewerb

Die Querflötistinnen Nicola Meurer, Amy Peters und Leonie Tollmann (alle Nideggen) sowie die Hornisten Till Grenzdörffer (Düren), Simon Bauer (Niederzier) und Johannes Meyer (Nideggen) schafften es auf den ersten Platz. Auch einen ersten Platz mit Weiterleitung an den Landeswettbewerb gab es für für die Dürener Fagottistinnen Laura Steffens und Rikka Rosarius sowie ihre Mitstreiterin Melanie Ecker aus Kerpen, für die Dürener Fagottistinnen Julia Elisabeth Meyer, Carmen Steffens und Lea Zimmermann sowie die jungen Hornisten Tobias Kurth (Nörvenich), Fabienne Bindels (Nideggen), Tobias Fink und Christina Leyens (beide Düren). Weitere Gewinner gibt es auf der Internsetseite von „Jugend musiziert”.

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