Verkehrsschilder und Laternen zerstört: 15.000 Euro Schaden in einer Nacht

Von: Stephan Johnen
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Unbekannte Täter hinterließen eine Spur der Verwüstung. An der Leopoldstraße wurden mehrere Masten umgetreten. Foto: Stephan Johnen
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Mehrere Laternen im Holzbenden-Park wurden aus dem Boden gerissen. Elektriker sicherten am Montag die Stellen und klemmten den Strom ab. Foto: Stephan Johnen

Düren. Die Lichter im Holzbenden-Park bleiben in den kommenden Nächten aus. Unbekannte Täter haben acht Laternen zerstört, drei wurden aus dem Boden herausgerissen, bei fünf Laternen wurden die Leuchtkörper mit Steinwürfen zerstört.

Am Montag wurde zwar umgehend mit der Reparatur begonnen, doch beim Dürener Service Betrieb gibt es in dieser Größenordnung keine Ersatzteile für die demolierte Beleuchtung. Da auch Stromkabel aus der Erde gerissen wurden, ist der Strom im Park vorsichtshalber abgeschaltet worden. „Sobald die Ersatzteile da sind, wird alles repariert“, versichert Wilbert Braun vom Service Betrieb. Auch Erdarbeiten sind notwendig, um alles wieder herzurichten.

Autos zerkratzt

Etwa 15.000 Euro Schaden haben die Täter am frühen Sonntag im Park angerichtet. Ein Schaden, für den die Steuerzahler aufkommen müssen, wenn kein Täter dingfest gemacht werden kann. An der Oberstraße und an der Leopold-straße wurden mehrere Verkehrsschilder umgeknickt. Eine Schneise der Zerstörung zog sich quer durch den Park in die Innenstadt hinein. Die Kosten für die neuen Schildmaste beziffert der DSB mit 2000 bis 3000 Euro. An einer anderen Stelle der Stadt zerkratzten Unbekannte den Lack von fünf geparkten Autos. An der Lauscherstraße entstanden Schäden von mehreren Tausend Euro. Alles Einzelfälle?

„Beinahe jeden Tag verzeichnen wir eine mutwillige Sachbeschädigung im Stadtgebiet“, sagt Ralf Meurer, Sprecher der Dürener Polizei. Häufungen wie am Sonntag gebe es jedoch glücklicherweise nicht täglich. Der Blick in die Statistik zeigt: Im vergangenen Jahr gab es 935 Fälle, darunter 417 Sachbeschädigungen an Autos und 341 an Straßen, Wegen und Plätzen. Im Jahr davor lagen die Zahlen noch höher: Es gab 593 beschädigte Autos und 411 Sachbeschädigungen an Straßen, Wegen und Plätzen. In diese Kategorie fallen auch zerstörte Verkehrsschilder.

„So etwas Massives haben wir bislang noch nicht erfahren“, hieß es aus dem Ordnungsamt der Stadt zu den Vorfällen rund um den Holzbenden-Park. Das Problem Vandalismus „halte sich im Rahmen“. Düren sei vergleichbar mit anderen Städten dieser Größenordnung. Zwar werde jeder bekannte Fall angezeigt, doch nur selten würde ein Täter auch erwischt. „Bei Schmierereien an Schulgebäuden haben wir schon erlebt, dass Schüler die Tat gestanden haben und die Reparaturkosten von ihrem Taschengeld über Jahre abgestottert haben“, berichtet Matthias Rothkranz vom Rechtsamt der Stadt. Doch diese Reue gebe es bei den meisten erwachsenen Tätern nicht.

„Wir haben 2000 Euro Belohnung auf Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen“, erklärte ein nicht gerade erfreuter DSB-Betriebsleiter am Montag. Das Sekretariat der Geschäftsleitung ist unter Telefon 02421/ 9434112 erreichbar. So einen massiven Schaden habe es zuletzt in der Silvesternacht gegeben. Vor dem Haus der Stadt wurden damals mehrere Laternen zerstört, berichtet Richard Müllejans. „Meist sind es kleinere Fälle, aber aufs Jahr gesehen summiert sich das“, ärgert sich der Betriebsleiter.

Einige Beispiele für kleinere Fälle kann Willi Katterbach nennen, der sich beim DSB um Spielplätze kümmert. Vandalismusschäden kosten den Service Betrieb und damit die Dürener zwischen 100.000 und 150.000 Euro pro Jahr – nur auf Spielplätzen. „Diese Summe müssen wir jedes Jahr aufwenden, um mutwillige Zerstörungen zu reparieren“, sagt Katterbach. Dazu gehören gestohlene Edelstahlketten von Schaukeln, abgefackelte Spielhütten und niedergetretene Ballfangzäune. Mit etwa 10.000 Euro pro Jahr werden Vandalismusschäden an Straßenleuchten repariert.

Hinweise nimmt die Polizei unter Telefon 02421/9496425 entgegen.

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