Vergewaltigung, räuberische Erpressung, Drogenhandel

Von: Wolfgang Schumacher
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Das Gericht folgte der Darstellung des Angeklagten, nur zufällig in das Drogenmilieu geraten zu sein, nicht. Symbolfoto: dpa

Aachen/Düren. Wegen einer stattlichen Anzahl von Delikten, darunter Vergewaltigung, räuberische Erpressung, Freiheitsberaubung und Körperverletzung sowie Handel mit Betäubungsmitteln, hat die 5. Große Strafkammer am Aachener Landgericht einen 25 Jahre alten Dürener zu sechs Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

Die Kammer unter Vorsitz von Richter Roland Klösgen sah es als erwiesen an, dass er zwischen den Jahren 2013 und 2015 nicht nur hilfsweise und eigentlich unabsichtlich, wie der Angeklagte es dem Gericht hatte nahe bringen wollen, für eine Gruppe von Drogenhändlern in Düren tätig war. Der 25-Jährige, der aus Köln nach Düren gezogen und der zeitweise als Profifußballer links und rechts des Rheines tätig war, hatte angegeben, rein zufällig in das Drogenumfeld hineingeraten zu sein.

Er habe in einer Wohngemeinschaft mit einem Freund gewohnt, der in der Tat dem Drogenhandel nachgegangen sei, hatte der als Gymnastiklehrer tätige Dürener die Sache beschönigen wollen. Und als dieser Freund dann in Urlaub gewesen sei, habe er „vertretungsweise“ den Stoff herausgegeben. Das sah die Kammer auch wegen der zahlreichen Telefonüberwachungen allerdings anders.

Das Gericht lastete ihm ebenso eine in der Anklageschrift beschriebene Tat vom November 2013 an, bei der er und andere Mittäter, die in einem weiteren Verfahren angeklagt sind, bei einem Schein-Deal 1800 Euro von einem Opfer abkassierten. Die Erpressung mit der Androhung von Schlägen fand auf dem Rücksitz eines Audi A 5 statt, die Beteiligung daran hatte der 25-Jährige auch eingeräumt.

Bestritten hatte er jedoch die Vergewaltigung seiner Ex-Freundin. Die soll er gemeinsam mit dem zweiten Angeklagten, dem eine Nähe zu Rockergruppierungen in Düren nachgesagt wurde, begangen haben. Das Gericht sah die Tat des 25-Jährigen als erwiesen an, der zweite Angeklagte wurde in diesem Zusammenhang wegen unterlassener Hilfeleistung bei der Tat zu vier Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

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