Düren - Vereinsjubiläum im Zeichen von Rudolf Schock

Vereinsjubiläum im Zeichen von Rudolf Schock

Von: Gudrun Klinkhammer
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Für die gut 80 Aussteller der „Duria 2015“ haben die Dürener Briefmarkenfreunde eine Ausstellungsmedaille mit dem Konterfei von Rudolf Schock kreiert. Foto: Klinkhammer
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Harald Mohr präsentiert die beiden Serien mit Briefmarken im Wert von 60 und 62 Cent. Foto: Klinkhammer

Düren. Die von der Briefmarken-Sammler-Vereinigung Düren vor anderthalb Jahren in Eigenregie auf den Weg gebrachte Rudolf-Schock-Briefmarke ist ein voller Erfolg. Eine zweite Auflage wurde bereits geordert, obwohl das Jubiläumsjahr der Philatelisten aus Anlass des 90-jährigen Vereinsbestehens, zu dem die Marke erschienen ist, gerade erst begonnen hat.

Immer wieder versuchen die Briefmarkenfreunde, bei ihrer alle fünf Jahre stattfindenden Ausstellung „Duria“ ein auf Düren zugeschnittenes Thema zu präsentieren. Der Werkstoff Papier, der die Stadt prägte, und der Zweite Weltkrieg, der Düren in Schutt und Asche legte, waren beispielsweise bereits „Duria“-Themen.

„Wir saßen während einer Versammlung zusammen und ich sprach über meinen Geburtstag am 5. September, erinnert sich Harald Mohr, der stellvertretende Vorsitzende der Vereinigung und gleichzeitig Ausstellungsleiter der „Duria“. „Ein Briefmarkenfreund merkte ganz nebenbei an, dass Rudolf Schock, der berühmte Wahldürener, am 4. September geboren wurde.“ Spaßeshalber schauten die Philatelisten im Internet nach, wann denn der 100. Geburtstag des Weltstars sei. Und siehe da: „Unser 90. Geburtstag in diesem Jahr fällt mit dem 100. Geburtstag von Rudolf Schock zusammen.“ Für die Dürener Briefmarkensammler stand schnell fest, beides mit einer Sonderbriefmarke zu feiern.

Im Jahr gibt die Bundesregierung 58 Briefmarken heraus, dazu zählen Dauerserien wie Blumen und Leuchttürme. 18 bis 20 Vorschläge können von Bürgern gemacht werden. „Diese Vorschläge sind jedoch schnell belegt und unser Rudolf-Schock-Vorschlag wurde leider nicht angenommen“, berichtet Harald Mohr.

Die Dürener ließen sich davon jedoch nicht abhalten. „Dann machen wir sie eben selber“, lautete die einhellige Meinung der rund 100 Mitglieder der Vereinigung. Die Deutsche Post bietet nämlich auch die Selbstgestaltung und -vermarktung von Briefmarken an. Allerdings ist diese Variante nicht die preisgünstigste. Die Sammler nahmen Kontakt zum „Freundeskreis Rudolf Schock“ auf und klärten die Rechte für ein passendes Bild ab. Zudem trafen sie sich mit Dagmar Müller, der Tochter von Rudolf Schock, die in Süddeutschland lebt. „Dagmar Müller war begeistert und gerührt, als wir ihr unsere Idee vortrugen“, erinnert sich Harald Mohr.

Darüber hinaus wurde inzwischen ein Sonderumschlag entworfen, auch wird es einen Sonderstempel geben. Den Stempel können sich Briefmarkenfreunde in einem Sonderpostamt abholen, das auf der „Duria“ am Samstag und Sonntag, 18. und 19. April, im Haus der Stadt an beiden Tagen ab 10 Uhr öffnen wird. Für die gut 80 Aussteller aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland wird es zudem eine Ausstellungsmedaille mit dem Konterfei von Rudolf Schock geben. Bei der „Duria“ 2015 handelt es sich um eine Briefmarkenwettbewerbsausstellung. Eine neunköpfige Jury wird die Sauberkeit der Präsentation, die postalischen Kenntnisse und die Themenaufarbeitung bewerten. 100 Punkte können pro Aussteller maximal erreicht werden.

Die Briefmarken-Sammler-Vereinigung Düren wurde am 6. Februar 1925 gegründet. Gründungsgruppen waren die Tauschvereinigung Durania und die Tauschvereinigung Germania. „Diese schlossen sich zu einem eingetragenen Verein zusammen“, erklärt Harald Mohr. Bis 1946 liegt die Geschichte der Briefmarkensammler allerdings im Dunkeln. Rasch nach dem Krieg fanden aber bereits wieder Tauschveranstaltungen statt. 1998 hatte der Verein 240 Mitglieder, das war der bisherige Höchststand.

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