Düren - Vereine und Stadt streiten über eine Kunstrasen-Schicht

Vereine und Stadt streiten über eine Kunstrasen-Schicht

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Düren. Nach dem FC Niederau, Viktoria Arnoldsweiler und der SG GFC Düren 99 sollten eigentlich in diesem Jahr drei weitere Fußballvereine in den Genuss eines Kunstrasenplatzes kommen.

Einen Zuschuss von jeweils 250.000 Euro hat der Stadtrat schon vor Monaten für den Bau bewilligt. Den Rest müssen SW Düren, Viktoria Birkesdorf und Sportfreunde Düren aus der eigenen Tasche aufbringen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 1,1 Millionen Euro. Die Umsetzung aber hakt.

Die Vereine wollen auf die sogenannte Elastikschicht, die bei den meisten bisher gebauten Plätzen zwischen dem Sanduntergrund und dem eigentlichen Kunstrasen verlegt wurde, verzichten, erklärt Sportamtsleiter Dirk Keimes auf Nachfrage. Das würde je Platz eine Ersparnis von rund 40.000 Euro bedeuten.

Das Sportamt aber ist gegen die „Billigversion“. Mit dem elastischen Untergrund seien die Abfederungseigenschaften des Platzes deutlich besser, erklärt Keimes, die Gefahr von Verletzungen sei geringer. „Außerdem liegt der Platz besser“, betont der Sportamtsleiter. Auf der Elastikschicht sei die Gefahr, dass sich der Kunstrasen verschiebt, weitaus geringer als auf einem Sanduntergrund. „Wir befürchten, dass wir ohne die elastische Zwischenschicht schon in wenigen Jahren wieder Reparaturen durchführen müssen.“ Im Übrigen, betont Keimes, hätten alle drei Vereine bei ihrem Zuschussantrag ein Angebot mit der Zwischenschicht vorgelegt. Erst nach dem Ratsbeschluss kam ihnen offenbar die Idee, ihren finanziellen Anteil reduzieren zu können.

Über das weitere Vorgehen muss nun die Politik entscheiden. Der Sportausschuss tritt am 12. Juni zu einer Sondersitzung zusammen, bei der über die Kunstrasenfrage entschieden werden soll. „Der Sportausschuss muss abschließend entscheiden, ob er der Verwaltung den Rücken stärken will, oder den Vereinen den Bau der billigeren Version erlaubt“, betont Keimes.

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