Hürtgenwald - Verein „Hürtgenwald hilft“ will zwei neue Projekte umsetzen

Verein „Hürtgenwald hilft“ will zwei neue Projekte umsetzen

Von: cro
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Stehen hinter dem Verein „Hürtgenwald hilft“, der Flüchtlinge unterstützt: Gisela Gerdes, Ernst Latzke, Dirk Bauer. Foto: cro

Hürtgenwald. Zwar würden sie nicht alle 180 Flüchtlinge in der Gemeinde persönlich kennen, aber zumindest hätten sie jeden schon einmal bei einem ihrer Angebote gesehen und wenigstens „Hallo“ gesagt. So ist das eben auf dem Land, in Hürtgenwald, sagen die Vertreter des Vereins „Hürtgenwald hilft“, die dank ihrer Arbeit auch wüssten, was manche Zugezogenen dringend bräuchten: eine Transportmöglichkeit.

„Die Busse fahren nicht zu allen Zeiten, und deswegen werden wir mit Fördergeldern ein Auto anschaffen, um gerade die Familien mit Kindern zu unterstützen, die kein eigenes Fahrzeug haben“, sagt Gisela Gerdes, die Vorsitzende.

Sie und ihre Mitstreiter – der Verein zählt 50 Mitglieder und zusätzlich ebenso viele Helfer – wollen so unter anderem erreichen, dass die Zugezogenen und insbesondere die Kinder nachmittags oder am Wochenende die Angebote des Vereins wahrnehmen können – zur besseren Integration – oder den Weg zur Schule beziehungsweise die Kita erleichtern. In manchen Familien seien die Kinder teilweise über mehrere Orte verteilt.

Der asiatische Kleinwagen für 3000 Euro stehe beim Händler schon bereit, das Fördergeld wird in den kommenden sechs Wochen überwiesen. Es stammt aus dem bundesweiten Programm „500 LandInitiativen“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, das die Integration von Flüchtlingen auf dem Land vorantreiben soll. Der Antrag aus Hürtgenwald war einer von 800 deutschlandweit.

Das Projekt „Fahrmöglichkeit“ ist aktuell eines von zwei größeren, das der Verein in Kürze realisieren will. Für ein anderes steht ebenfalls Geld zur Verfügung, nur es fehlt die entscheidende Person, in die es investiert werden soll: eine Schwimmlehrerin. „Etwa zehn Frauen und ebenso viele Kinder aus unserer Mutter-Kind-Gruppe wollen jetzt im Sommer schwimmen lernen. Jetzt suchen wir noch eine qualifizierte Frau, die es ihnen beibringt“, sagt Gerdes. Der Kurs soll wahrscheinlich in Straß stattfinden; das Geld stammt aus einer Spende vom Bergsteiner Weihnachtsmarkt.

„Sozialer Frieden“

Würde das Angebot realisiert, wäre es ein Erfolg nahezu passend zum ersten Geburtstag von „Hürtgenwald hilft“. Der Verein steht seit dem 12. Juli 2016 als gemeinnützig im Vereinsregister. Gisela Gerdes ist Gründungsmitglied. Die Gemeindesozialarbeiterin der Caritas arbeitet hauptberuflich als Ehrenamtskoordinatorin für den Südkreis. So hat sie die verschiedenen ehrenamtlichen Gruppen kennengelernt und mit Hilfe des Vereins zusammengebracht. „Wir sorgen für sozialen Frieden in der Gemeinde Hürtgenwald“, sagt sie selbstbewusst, der Verein wolle das leisten, was die Verwaltung nicht leisten könne.

Ihr zur Seite (speziell in pädagogischen Fragen) steht Ernst Latzke, ehemals Leiter der Grundschule in Straß. „Der Verein war dringend notwendig“, sagt er, „ohne die Betreuung würden die Personen der Gesellschaft ganz anders zur Last fallen.“ Rund 20 Flüchtlinge habe der Verein schon in Arbeit gebracht, und er stehe stets in Kontakt mit den Arbeitgebern, um auch diese in einigen Angelegenheiten zu unterstützen, sagt der pensionierte Förster Dirk Bauer.

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