Verdiente Blutspender werden geehrt

Von: gkli
Letzte Aktualisierung:
13641257.jpg
Verdiente Blutspender wurden am vergangenen Freitag im Hotel-Restaurant Roeb in Schmidt geehrt. 150 Mal ging Hermann Josef Wilden (5.v.re.) bereits zum Aderlass. Foto: gkli

Schmidt. Der Bedarf an Blutspendern steigt, doch die Bereitschaft sinkt. Nideggens Bürgermeister Marco Schmunkamp besuchte am Freitagabend eine Veranstaltung im Hotelrestaurant Roeb in Schmidt, bei der die Ehrung verdienter Blutspender auf dem Programm stand.

Schmunkamp lobte den Einsatz der Anwesenden mit den Worten: „Wenn man das verfolgt, in unserer immer schnelleren Gesellschaft, dann ist es ein wunderbares Gefühl, wenn sich Menschen Zeit nehmen und aus dieser Hetzwelt aussteigen, um Blut zu spenden und damit anderen Menschen zu helfen.“

Georg Simon, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit beim Blutspendedienst West im Deutschen Roten Kreuz (DRK), zollte den Anwesenden ebenfalls Respekt. Er dankte den Spendern und den Helfern, und auch denen, die sowohl „hinter als auch auf dem Bett“ eine tolle Leitung bringen. Simon: „Diese Helfer und Spender zugleich, wie etwa der Blutspendebeauftragte Willi Falter einer ist, sagen nicht: Och, lass die anderen bluten. Sie lassen sich auch selbst mit der Nadel piksen.“ Weiter berichtete Simon, dass es aufgrund der großen Nachfrage in der Regel gar nicht dazu kommt, Blutkonserven zu lagern. Simon: „Wir könnten gut ein Drittel mehr vertragen.“

130 Termine pro Jahr

Bereitschaftsleiter Klaus Krauthausen und Elfriede Kempkes, hauptamtliche Mitarbeiterin des DRK-Kreisverbandes Düren, waren ebenfalls vor Ort. Kempkes informierte, dass pro Jahr im Kreis Düren rund 130 Blutspendetermine veranstaltet werden, vier davon in Schmidt. Noch sei die Bereitschaft mit 80 Spendern pro Quartal sehr konstant.

Doch wichtig sei es vor allem, darauf wies Falter hin, dass auch der Nachwuchs mit ins Boot geholt würde. Falter: „Deswegen sind wir beispielsweise auch auf Plattformen wie Facebook vertreten.“ Die Spenden-Liga in Schmidt führt aktuell Hermann Josef Wilden an. 150 Mal ging er in seinem Leben bereits zum Aderlass. Bereits im Alter von 19 Jahren wollte der damalige Bundeswehrsoldat spenden gehen, doch sein Vater verweigerte die Unterschrift. Daher konnte er erst mit 21 Jahren, so waren damals die Gesetze, auch ohne Unterschrift des Vaters zur Blutspenden gehen.

Familienmitglieder schlossen sich dem inzwischen 66-jährigen Vorbild an. Für 125 Spenden wurde Willi Falter ausgezeichnet, 100 Mal gingen Wilfried Stockmann, Monika Stollenwerk und Claus Poschen zum Aderlass. 75 Mal waren Maria Schlepütz, Heinrich Stollenwerk und Willi Norbert Wirtz dabei und 50 Mal Leo Schlepütz, Christa Lennartz, Rainer Liedke und Frank Albert Oellers.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert